Neuer Klickrekord für Spiegel Online

So erfolgreich war Spiegel Online noch nie. Laut IVW gab es im September 576,37 Mio. Seitenabrufe bei den Hamburgern - trotz des im Vergleich zum August kürzeren Monats ein Plus und gleichzeitig ein neuer PI-Rekord. Zu den größten Aufsteigern des Monats gehören zudem angesichts der weltweiten Finanzkrise die Wirtschafts-Websites. So gewann Handelsblatt.com 33,1% hinzu, die Financial Times Deutschland 34,7% und manager magazin online sogar 35,4%.

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In der Top Ten der Nachrichten-Websites bleibt trotz dieser Aufholjagden allerdings alles beim Alten. So führt Bild.de weiterhin mit 788,52 Mio. Page Impressions (-1,8%) vor Spiegel Online, stern.de und Welt Online. stern.de büßte dabei allerdings 8,0% seiner August-PIs ein und kommt Verfolger Welt Online wieder gefährlich nahe. Der größte Verlierer unter den wichtigsten Nachrichten-Sites war aber Zeit online: Aus den 53,01 Mio. August-PIs wurden im September 47,69 Mio. Ein Verlust von glatten 10,0%.

Weiter hinten sieht es noch dramatischer aus: zoomer.de brach im September um 16,4% ein und kommt nur noch auf 8,00 Mio. Seitenabrufe – der schlechteste Wert für das Angebot seit Start der IVW-Messung. Mit den erreichten 4,35 Mio. Visits ergibt sich ein für Nachrichtenseiten dramatisch schlechtes PI/Visit-Verhältnis von 1,84. Die Aufsteiger Handelsblatt, FTD und manager magazin folgen hinter DerWesten auf den Rängen 12, 13 und 14 des News-Rankings. Der Erfolg von Spiegel Online ist umso erfreulicher, als 99,86% der erzielten PIs weiterhin aus redaktionellen Beiträgen entstanden sind und nicht aus Tricksereien mit Online-Spielen und ähnlichem.

An der Spitze der IVW-Klickcharts setzt unterdessen wer-kennt-wen.de seinen Siegeszug fort. Erneut gewann die Community 229,14 Mio. Page Impressions hinzu und liegt mit 3,63 Mrd. nun sogar in Sichtweite des Zweitplatzierten StudiVZ (4,15 Mrd.). Tabellenführer bleibt weiterhin schülerVZ: Im September wanderten 5,75 Mrd. Abrufe auf das Konto des Angebots. Ebenfalls deutlich auf dem Vormarsch: Lokalisten mit einem Plus von 116 Mio. PIs. Mit schülerVZ, StudiVZ, wer-kennt-wen.de, Lokalisten, meinVZ und MySpace befinden sich inzwischen sechs soziale Netzwerke in der IVW-PI-Top-Ten.

Interessant sind die großen Verluste von RTL.de. Obwohl im September die neue TV-Saison startet und alle Fernsehsender das Publikum mit neuen Programmen und neuen Staffeln beglücken, verlor RTL heftige 65,76 Mio. Page Impressions. Die erreichten 392,67 Mio. sind damit das schlechteste RTL.de-Ergebnis seit Februar. Die RTL-Tochter Clipfish verlor mit 21,08 Mio. PIs sogar 22,5% seiner August-Abrufe. Ganz allein ist RTL damit aber nicht: Auch ProSieben Online büßte 2,9% der PIs ein.

RTL.de zieht damit sogar in die Verlierer-Top-5 des Monats ein, die wie folgt aussieht:

Wesentlich interessanter als die Wetter-Online-Verluste – Wetter-Websites sind seit jeher sehr saisonabhängig – ist das fette Minus für kicker online. Im Vergleich zum Bundesliga-Saisonstart- und Olympia-Monat August gingen der Website fast 25% der Klicks abhanden. Dass das Problem kein kicker-spezifisches ist, zeigen die Zahlen der Konkurrenz: Transfermarkt.de verlor sogar 30,3%, Sport1 21,8% und Sport Bild Online 8,4%.

Die Liste der größten Aufsteiger wird von Communities dominiert: wer-kennt-wen.de, Lokalisten und meinVZ werden durch mobile.de und T-Online ergänzt:

Prozentual gesehen gehören zudem u.a. Oktoberfest online (+293,9%), N24 Online (+55,7%), Cosmopolitan (+49,7%) und schwarzekarte (+47,0%) zu den größten Gewinnern des Monats.

In Sachen IVW-Neuzugänge war der September einer der schwächeren Monate der jüngeren Vergangenheit. Nicht einmal 3 Mio. Page Impressions reichen aus, um in die Einsteiger-Top-5 einzuziehen. Einziger Neuzugang mit mehr als 100 Mio. Seitenabrufen ist dabei Flickr.de:

Im Vermarkter-Ranking ist GWP aufgrund der Verluste bei schülerVZ und StudiVZ erstmals seit Dezember 2007 wieder unter die 10-Mrd.-PI-Grenze gefallen. Man wird es in Düsseldorf sicher verschmerzen können. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen weiterhin IP Deutschland (u.a. wer-kennt-wen.de) und InteractiveMedia (u.a. T-Online), zu den Aufsteigern gehören zudem SevenOne Interactive und G+J Electronic Media Sales, deutlich verloren hat neben GWP auch Tomorrow Focus:

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