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Sarkozy will Frankreichs Medien retten

Der französische Präsident höchstpersönlich greift federführend in die Umgestaltung der Medien-Landschaft ein. Angesichts der Umwälzungen durch die Digitalisierung plant Nicolas Sarkozy nach einem dpa-Bericht nichts weniger als eine Medien-Revolution: Der Staat soll die Schaffung "internationaler Medien-Champions" fördern.

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Die gegenwärtige Situation fasst Sarkozy in eine dramatische Formel: „Die französischen Medien stehen am Rande des Abgrunds“. Als einzige Rettung kommen allein „starke Multimedia-Konzerne“ nach dem Vorbild von Rupert Murdochs News Corp.-Imperium in Frage. Deshalb will die Regierung die gesetzlichen Hemmnisse gegen die Konzentration von Presse, Fernsehen, Hörfunk und Internet abschaffen.

Kritiker befürchten allerdings, dass durch die Pläne die verbreitete Vetternwirtschaft und der Einfluss der Regierung auf die Medien noch ausgeweitet werden soll. Schon heute sind viele Schlüsselpositionen in Zeitungsverlagen und Fernsehsendern mit Günstlingen des Präsidenten besetzt.

Sarkozy wird seine Pläne am Donnerstag vorstellen, bis Weihnachten soll die Reform im Wesentlichen feststehen.

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