Wie Musik vom Nordpol in die Küche kommt

Letzte Woche habe ich hier noch darüber geschrieben, dass die Küchengeräte auf der IFA zwischen all den wunderbaren Gadgets irgendwie deplaziert wirkten. Doch es gibt tatsächlich eine Ausnahme: Küchenradios! Diese vermeintlich angestaubten Teile erleben derzeit eine Renaissance. Sie sind, dank gebürstetem Aluminium, iPod-Weiß oder Klavierlack-Schwarz, nicht nur optisch zu echten Gadgets geworden. Auch technisch haben […]

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Letzte Woche habe ich hier noch darüber geschrieben, dass die Küchengeräte auf der IFA zwischen all den wunderbaren Gadgets irgendwie deplaziert wirkten. Doch es gibt tatsächlich eine Ausnahme: Küchenradios! Diese vermeintlich angestaubten Teile erleben derzeit eine Renaissance.
Sie sind, dank gebürstetem Aluminium, iPod-Weiß oder Klavierlack-Schwarz, nicht nur optisch zu echten Gadgets geworden. Auch technisch haben sie mit ihren Vorfahren in Muttis Küche kaum noch etwas gemeinsam. Denn so wie sich die moderne Hausfrau ihre Rezepte aus dem Internet holt, so holen sich auch moderne Küchenradios ihre Musik aus dem Netz. Natürlich drahtlos, über das heimische WLAN. 

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Ganz vorne dabei in Sachen Internetradios ist die Firma Grundig. Damit begibt sich das einstige fränkische Familienunternehmen, das nach Jahren des Niedergangs mittlerweile in‘> ist, nun wieder zurück zu den Wurzeln: Schon 1946 war Grundig mit einem Radio erfolgreich. Der „Heinzelmann“ brachte den Deutschen die Musik zurück. Mit dem Selbstbaukasten umging man das von den Alliierten verhängte Radio-Verbot.
Heute umgeht man mit Online-Radios den Einheitsbrei deutscher Format-Wellen. Von Jingles, Gewinnspielen und Dauerwerbung befreit, steht man dafür vor der Qual der Wahl. Aus zigtausenden Sendern muss das Lieblingsprogramm gefunden werden. Für jedes noch so abseitige Genre gibt es einen Stream, aus jedem Winkel der Welt sendet irgendeine Station. 
Sogar vom Nordpol. Von dorther kommt nämlich mein derzeitiger Favorit, in Einstimmung auf die vom Einzelhandel vor einigen Tagen eröffnete Lebkuchenzeit: North Pole Radio, Weihnachtshits nonstop, das ganze Jahr. Und falls mir das nach ein paar Stunden doch zu monoton wird: Die stets gut gelaunten Jungs mit den Jingles und „dem Besten der 80er, 90er und von heute“ kann man natürlich auch online empfangen.

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