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Tomorrow Focus startet Adjug

Pünktlich zur OMD (Online Marketing Düsseldorf) lupft die Tomorrow Focus AG den Vorhang für Adjug, ihre jüngste Investition im Online-Vermarktungsgeschäft. Der deutsche Ableger der englischen Aggregationsplattform geht heute an den Start: „Wir werden mit Adjug als Vermarktungs-Aggregator das aufwändige und kleinteilige Prozedere beim Verkauf von Restinventar deutlich vereinfachen“, erklärt Christoph Schuh, Marketing-Vorstand bei der Tomorrow Focus AG, im Gespräch mit MEEDIA.

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Tomorrow Focus hat seine Beteiligung an der englischen Plattform kürzlich um ein Prozent erhöht und hält nun 18 Prozent an dem Unternehmen. Ziel sei es, gerade bei kleineren und mittelgroßen Portalen vermarktbare Online-Reichweiten zu erzielen, so Schuh. Dabei hat man offenbar ehrgeizige Pläne, denn in einem halben Jahr will man eine halbe Milliarde Page Impressions generieren und das Deutschland-Geschäft mit einem siebenstelligen Umsatz in die schwarzen Zahlen führen. Die Performance in England beweist, dass dies möglich ist. „Innerhalb eines Jahres hat es Adjug auf dem englischen Markt zu monatlich 600 Millionen Ad Impressions und ca. 130 Werbekunden gebracht – ohne das Inventar, das wir Adjug in Deutschland jetzt als Starthilfe bieten“, blickt der Marketing-Chef optimistisch in die Zukunft.

Der stärkste Wettbewerber auf dem deutschen Markt ist Adscale, der sehr eng mit der GroupM – einem der weltweit führenden Dienstleister im Media-Geschäft, der von WPP gegründet wurde – kooperiert. Der Online-Vermarkter erreicht nach eigenen Angaben 2,5 Milliarden Ad Impressions und hat 1800 Werbekunden an Bord. Im Gegensatz zu Adscale will Adjug unabhängig bleiben und keine exklusiven Kooperationen eingehen. „Bis auf die Gründer und Tomorrow Focus sind die anderen größeren Gesellschafter ausschließlich Finanzinvestoren“, sagt Schuh. „Als Gesellschafter unterstützen wir ausdrücklich ein komplett offenes und unabhängiges Partnerschaftsmodell. Wir wollen, dass Adjug seinen Service allen Marktteilnehmern zu gleichen Bedingungen anbietet und sich nicht exklusiv an einen Partner bindet“, so Schuh weiter.

Auch auf technischer Seite gibt Schuh einen Ausblick in die Zukunft: „Adjug will seine Technologie perspektivisch – ähnlich wie bei Google – mit der Selbstbuchungsplattform stärker automatisieren und damit die Vermarktung radikal vereinfachen.“ Technisch sei das zwar jetzt schon möglich, doch bei den Agenturen wolle man die Buchungen manuell von Adjug durchführen lassen. „Auf diesem Sektor befinden sich alle noch in einem Lern- und Vertrauensbildungsprozess“, sagt Schuh. Dennoch habe man bei Adjug die Technologie im vergangenen Jahr kontinuierlich weiterentwickelt und kann nun ein stark vereinfachtes nutzerfreundliches Portal vorzeigen.

Konkret bedeutet der Starttermin Folgendes: Tomorrow Focus stellt das Inventar seiner eigenen Web-Seiten zur Verfügung, um dem Markt zunächst in einer Testversion die Technik näher zu bringen. Als Chef für das Deutschland-Geschäft konnte man Eddie Meisel gewinnen, über dessen Engagement sich Schuh ganz besonders freut: „Er ist auf diesem Gebiet äußerst erfahren. Wir sind froh, dass wir Eddie Meisel unter Vertrag nehmen konnten.“ Meisel hatte in der Vergangenheit bereits Valueclick und Advive erfolgreich auf dem deutschen Markt etabliert.

Beim Branchentreffen auf der OMD will man den neuen Dienstleister – in den Tomorrow Focus-Stand integriert – den Messebesuchern vorstellen.

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