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ProSieben: mittelmäßige Karaoke-Show

Summ, summ, summ, ProSieben summt herum: Zum Start enttäuschte die Karaoke-Show „Singing Bee“ mit Oliver Petszokat und „Monrose“-Sängerin Senna sowohl inhaltlich (sofern das überhaupt geht) als auch quotentechnisch. 1,36 Mio. junge Zuschauer sahen zu, das entspricht eher durchschnittlichen 12 Prozent Marktanteil. Immerhin, ein Komplettabsturz wie dem „Comedy Zoo“ vor drei Wochen blieb ProSieben erspart. Unanfechtbar holt sich ein weiteres Mal „Dr. House“ den Tagessieg mit 33,2 Prozent.

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4,1 Mio. Zuschauer im Alter von 14 bis 49 Jahren schalteten um viertel nach neun RTL ein, wieder etwas mehr als in der Vorwoche, als das ZDF mit dem Abschiedsspiel Oliver Kahns starke Konkurrenz bot. „Dr. House“ machte auch ProSieben das Leben schwer. Die nach dem Rausschmiss des „Comedy Zoo“ eingewechselte „ProSieben Märchenstunde“ schaffte im Anschluss an den konzeptfreien Karaoke-Spaß gerade mal 8,4 Prozent Marktanteil (1,03 Mio. Zuschauer). „Switch Reloaded“ steigerte den im Anschluss immerhin wieder auf 10,4 Prozent – allerdings: ein reibungsloser Audience Flow sieht anders aus.

Über mangelnde Reibungslosigkeit kann sich RTL hingegen nicht beschweren: Vor „House“ holte „CSI: Miami“ bereits 3,07 Mio. Zuschauer vor den Fernseher (27,3 Prozent MA), „Monk“ hielt um 22.15 Uhr immerhin noch 2,19 Mio. Werberelevante (24,1 Prozent). Wieder geht der Tagessieg an die Kölner, diesmal mit 20,8 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum. Für eine kleine Überraschung sorgt das ZDF: Das Dokudrama „Flug 93“ über eine der entführten Maschinen vom 11. September 2001 interessierte ab viertel nach acht 11,2 Prozent der jungen Zuschauer (1,32 Mio.). Bei der Dokumentation im Anschluss, die sich mit den Hintergründen des Flugs befasste, stieg die Zahl der jungen Zuschauer sogar noch einmal auf 1,61 Mio. und einen Marktanteil von sonst für die Mainzer unerreichbaren 14,5 Prozent beim jungen Publikum.

Bei den kleineren Sendern gibt es weniger Überraschungen: Um 20.15 Uhr hatte diesmal Kabel eins die Nase vorn, mit Michael Moores „Fahrenheit 9/11“, das 0,97 Mio. junge Zuschauer erreichte und damit 8,1 Prozent Marktanteil. Auch am Vorabend läuft beim kleinsten Pro-Sieben-Sat.1-Vollprogramm alles glatt: „Das Fastfood-Duell“ und „Achtung Kontrolle“ haben sich etabliert, schaffen 7,3 und 7,5 Prozent – und liegen damit deutlich über dem derzeitigen Senderschnitt. Die erfolgreichste Vox-Sendung war erneut „Das Perfekte Dinner“ (14,3 Prozent MA) – dafür scheint die Auswandererbegeisterung der Deutschen so langsam nachzulassen. Nach den schwachen Werten für „Mein neues Leben“ bei Kabel eins vom Sonntag kommt auch „Goodbye, Deutschland“ auf Vox am Dienstag bloß auf 6,8 Prozent MA (0,81 Mio.). RTL 2 konnte erst ab 22.15 Uhr richtig punkten und holte 9,5 Prozent MA mit „Exklusiv – Die Reportage“ und dem Thema „Nachbar gegen Nachbar! Krieg am Gartenzaun“. Die dazu passende, etwas friedlichere Dokusoap „Willkommen in der Nachbarschaft“ allerdings versagte zwei Stunden zuvor völlig: 420.000 Zuschauer, 3,5 Prozent MA – gegen die starke Dienstagskonkurrenz hatte RTL 2 da keine Chance.

Auch Sat.1 dümpelt bloß im Mittelmaß: Stark am Nachmittag, schwach am Abend. „Wenn Liebe doch so einfach wär“ – und, ach, wenn sich’s mit der Quote doch genauso verhielte. 9 Prozent und 1,06 Mio. Werberelevante blieben für den Sender um 20.15 Uhr übrig. „Akte 2008“ schaffte im Anschluss 9,6 Prozent.

Zum Schluss noch das Gesamtpublikum – und auch da siegt RTL wieder mit „Dr. House“. 5,38 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren schalteten ein, davor sahen 4,83 Mio. „CSI:Miami“ zu, erst dann folgt das Erste mit einer neuen Folge „Die Stein“ und 4,6 Mio.

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