RTL-Rach kocht die Konkurrenz ein

Nach dem guten Auftakt in der Vorwoche ist Sternekoch Christian Rach bei RTL in dieser Woche nicht mehr zu schlagen: 2,89 Mio. junge Zuschauer waren bei der zweiten Folge von „Rach, der Restauranttester“ um 21.15 Uhr dabei – die mit großem Abstand meistgesehene Sendung des Tages. Rach schafft 23,7 Prozent Marktanteil und damit sechs Prozent mehr als Günther Jauchs Rate-Dauerbrenner „Wer wird Millionär?", der davor auf 17,4 Prozent kam. Auch Serien-Sender Vox kann sich über eine starke Primetime freuen.

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Den Klassiker „CSI: NY“ sahen um 20.15 Uhr 1,86 Mio. Werberelevante, das reicht für 15,9 Prozent Marktanteil als viertmeistgesehene Sendung des Tages. „Criminal Intent“ kam danach immerhin noch auf sehr gute 13,1 Prozent (1,62 Mio.) Den erfolgreichen Abend hatte zuvor bereits „Das Perfekte Dinner“ mit 13,7 Prozent vorbereitet (1,04 Mio.). Mit seiner klassischen Primetime-Programmierung fährt Vox scheinbar immer noch am besten. Insgesamt reichte es für einen guten Tagesmarktanteil von 9,6 Prozent – der noch besser hätte ausfallen können, gäbe es nicht weiter Schwächen am Nachmittag.

Der Tagessieg geht am Montag an RTL mit 16,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Mit Rach, Jauch und „GZSZ“ belegt der Sender die ersten drei Plätze unter den Top-20-Sendungen, „Extra – Das Magazin“ verlor den vierten Platz nur knapp gegen „CSI: NY“. Und die Strategie, Sendungen am Sonntagabend um 19.05 Uhr zu testen, um sie dann auf 21.15 Uhr am Montag zu heben, geht mit „Rach, der Restauranttester“ ein zweites Mal auf. Im vergangenen Jahr holte RTL dort bereits mit „Bauer sucht Frau“ fantastische Quoten. Am 13. Oktober startet die neue Staffel mit Inka Bause.
Bei ProSieben und Sat.1 sieht es etwas durchwachsener aus: Mit dem Körpertausch-Film „Freaky Friday – Ein voll verrückter Freitag“ sicherte sich Sat.1 um 20.15 Uhr immerhin voll ordentlichen Quoten und wurde mit13,6 Prozent belohnt (1,62 Mio. Zuschauer). Dafür sieht’s am Vorabend weiter voll schlecht aus: Zum Start der dritten Woche wollten gerade mal noch 630.000 junge Zuschauer die neue Telenovela „Anna und die Liebe“ sehen. 8,7 Prozent sind am Vorabend für Sat.1 deutlich zu wenig – aber der Sender hat ja zugesichert, diesmal Geduld haben zu wollen. (Und RTL freut sich inzwischen über den Erfolg des vor zwei Jahren auch erst schwach gestarteten „Alles was zählt“ – am Montag schalteten 1,61 Mio. ein; 21,3 Prozent MA.)

Ach ja, fast vergessen: Dann gibt’s ja auch noch den Pro-Sieben-Serienmontag. Der funktioniert so mittelmäßig. Der Vampirserie „Moonlight“ fehlte um 20.15 Uhr mit 1,37 Millionen und 11,7 Prozent MA schon der Biss. Die Doppelfolge „Eureka“ schaffte nachher 10,5 und 13,2 Prozent.

Bei RTL 2 dürfte derweil die Erleichterung groß sein, dass die Problemshow „Entzug! – Du lebst nur einmal“ verschoben wurde: Die „Kochprofis“ holen um 20.15 Uhr, quasi als ideales Rach-Vorprogramm, 8,2 Prozent MA mit 970.000 Zuschauern im Alter von 14 bis 49 Jahren. Mit dem „Frauentausch“-„Aschenputtel-Experiment“, das als Ersatz für die geschasste Dokusoap „Der Bluff“ herhalten muss, kann der Sender bei 5 Prozent MA allerdings kaum zufrieden sein. Kabel eins erreicht derweil mit „Werner – Das muss kesseln“ am Abend solide, aber unspektakuläre 6,7 Prozent MA (0,8 Mio.).

Beim Gesamtpublikum hat am Montag ebenfalls RTL die Nase vorn: 6,14 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren waren zu Gast bei Günther Jauch, Rach rettete nachher immerhin stolze 5,35 Mio. ins „Restaurant Weserlust“ hinüber. Den ZDF-Film „Der Heckenschütze“ sahen 5,11 Mio., im Ersten interessierten sich ab 21 Uhr nur enttäuschende 2,1 Mio. für die Doku „Der Tag, als die Feuerwalze kam“ über die Brandkatastrophe in Griechenland im vergangenen Jahr (MA Zuschauer ab 3: 7 Prozent).

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