Microsofts megateurer Spot verwirrt die Welt

Der Angriff auf Apple hat begonnen. Microsoft startet seine neue, 300 Millionen Dollar schwere Image-Kampagne und die Medienwelt fragt sich: Was soll das? In dem Spot – offenbar von Kult-Regisseur Michel Gondry gedreht – sind Bill Gates und Comedy-Star Jerry Seinfeld beim Schuhekaufen zu sehen. Technologie-Bezug? Fehlanzeige. Der Auftakt-Spot soll vielmehr ein "Icebreaker" sein und die Marke menschlicher erscheinen lassen. Die erwartete Retour-Kutsche auf Apples bissige US-Kampagne bleibt aus – zunächst.

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Der Kampagnenstart ist äußerst ungewöhnlich. Immerhin hat der Softwarekonzern aus Redmond dem als Apple-Jünger bekannten Jerry Seinfeld zehn Millionen Dollar für das Engagement gezahlt. Alle haben erwartet, dass Microsoft sich für die jahrelange Schmähkampagne von Apple gegen den Microsoft rächen würde. In den Spots „Apple vs. PC“ wurden Microsoft-Produkte stets lächerlich gemacht. Doch der erste Werbespot scheint darauf (noch?) nicht hinzudeuten.

Das Plot: Beim Bummeln in der Mall sieht Seinfeld zufällig Gates im Schuhgeschäft. Der Komiker beschließt hineinzugehen und den Tech-Frührentner beim Kauf zu beraten. Sie reden ein wenig über die passende Größe und Seinfeld erklärt, dass das Tragen von Schuhen unter der Dusche total praktisch sei – eine typische Gondry-Szene. Am Ende des Spots verlassen die beiden die Mall. Seinfeld zu Gates: „Ich frage mich, ob die ganzen Super-Gehirne bei Microsoft mal darüber nachgedacht haben, einen fluffigen und weichen kuchenartigen Computer zu entwickeln, den man essen kann, während man arbeitet. Wenn ja, gib mir ein Zeichen.“ Gates wackelt mit dem Hintern. Das wars.

Doch das ist erst der Anfang. In einer e-Mail an die Microsoft-Belegschaft erklärte Online-Vize Bill Veghte, dass dieser Spot nur der „Icebreaker“ sei: „Später in diesem Monat geht die Kampagne in die nächste Phase. Die Spots werden sich tiefergehend mit dem Nutzen von Microsoft-Produkten auseinandersetzen.“ Es bleibt abzuwarten, ob sich die Mammut-Investition am Ende auszahlt. Für den Moment ist die Zielgruppe eher ratlos.

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