Random House fehlen 150 Mio. Dollar

Schlechte Zahlen, Stellenabbau möglich: Random House, die zur Bertelsmann AG gehörende Buchverlagsgruppe, wird vermutlich weder ihre Umsatz- noch die Renditeziele im laufenden Geschäftsjahr erreichen. Die internen Vorgaben wurden um etwa 150 Millionen Dollar verfehlt. Schuld sind vor allem zu wenig Top-Titel in den Bestsellerlisten, sagte Random-House-CEO Markus Dohle gegenüber dem „Manager Magazin“. Random House hatte seinen größten Erfolg mit den Bestsellern des Autors Dan Brown ("Sakrileg").

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Alleine die Random-House-Verlage Bantam Dell und Doubleday liegen mit ihrem Umsatz rund 40 Millionen bzw. 50 Millionen Dollar hinter dem Plan zurück. Ob die Bertelsmann-Buchsparte das Vorjahresergebnis von 1,84 Milliarden Euro Umsatz und 173 Millionen Euro Gewinn auch dieses Jahr erreicht, ist ungewiss – auch aufgrund belastender Wechselkurseffekte, wie das „Manager Magazin“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet.

Auf den Märkten Spanien, Deutschland und Großbritannien sähe es für Random House zwar „besser aus“, wie Dohle gegenüber der Zeitschrift sagte. Doch erwirtschafte die Verlagsgruppe knapp zwei Drittel ihres Umsatzes in Dollar, in Euro seien es weniger als 20 Prozent. „Das stärkere Halbjahr liegt noch vor uns“, gibt sich Dohle optimistisch. Es sei allerdings ein „sehr sportliches Ziel“, in einer „ähnlichen Größenordnung abzuschließen wie im Vorjahr“. Er wäre nicht überrascht, wenn dieses Ziel verfehlt würde.

„Wir befinden uns in einem Markt, der nicht wächst. Deshalb müssen wir alles tun, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und darüber hinaus in eine neue Wachstumsphase hineinzukommen“, so Dohle weiter. Zurzeit werde analysiert, welche Maßnahmen dazu im Einzelnen notwendig seien. Wie das „Manager Magazin“ berichtet, ist auch ein Stellenabbau nicht ausgeschlossen. Ziel Dohles sei es jedoch, das Unternehmen wie auch die Anzahl der Mitarbeiter wachsen zu lassen. Von einem Verkauf der Buchsparte wolle der CEO nichts wissen: „Random House wird langfristig zum Kerngeschäft von Bertelsmann gehören“, so Dohle.

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