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Endlich wieder österreichische Auflagenzahlen

Nach jahrelangem Streit wurden am Mittwochmorgen erstmals wieder nahezu komplette Zahlen des österreichischen IVW-Gegenstücks ÖAK veröffentlicht. In den vergangenen Jahren hatte es in dem Zusammenschluss hitzige Diskussionen und Zoff gegeben. So verließ 2003 die News-Gruppe („News“, „Profil“, „Woman“, „tv media“, etc.) die ÖAK, weil der Vertrieb über einen konzerneigenen Buchclub nicht gut genug in den […]

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Nach jahrelangem Streit wurden am Mittwochmorgen erstmals wieder nahezu komplette Zahlen des österreichischen IVW-Gegenstücks ÖAK veröffentlicht. In den vergangenen Jahren hatte es in dem Zusammenschluss hitzige Diskussionen und Zoff gegeben. So verließ 2003 die News-Gruppe („News“, „Profil“, „Woman“, „tv media“, etc.) die ÖAK, weil der Vertrieb über einen konzerneigenen Buchclub nicht gut genug in den Zahlen aufgefangen wurde. Anschließend zogen sich auch die Styria-Magazingruppe und Mediaprint mit den Zeitungen „Krone“ und „Kurier“ aus der ÖAK zurück, die dadurch in die komplette Unwichtigkeit abdriftete.

Nun haben sich die großen Verlage aber auf neue Standards und Kategorien bei der Auflagenmessung geeinigt und bis auf ein paar Styria-Blätter („Wiener“, …) ist die ÖAK wieder komplett. Interessanterweise werden die österreichischen Auflagen damit nun wesentlich genauer als bei der deutschen IVW ausgewiesen. Einzelverkauf und Abo-Auflage werden unterschieden in verkaufte Exemplare, mit denen mindestens 80% des aufgedruckten Preises erlöst wurden, Exemplare mit 51% bis 79% Erlös und Exemplaren mit 30-50% Erlös. Zusätzlich gibt es noch die Kategorie Großverkauf, in die alle Zeitungen oder Zeitschriften fallen, die mit mehr als 5 Exemplaren an einen Großkunden gegangen sind, dabei aber ebenfalls mindestens 30% des Preises erlöst haben. Daraus wird dann die verkaufte Auflage mit einem Maximalanteil von 17,5% Großverkauf und eine verkaufte Auflage mit erweitertem Großverkauf von maximal 35% errechnet.

Die härteste der vielen Kategorien ist aber der Direktverkauf, der sich aus Abos und Einzelverkauf zusammensetzt. Und genau diese Direktverkaufszahlen nutzen wir für folgende Rankings der 10 meistverkauften Tageszeitungen und der 20 meistverkauften Publikumszeitschriften – Vergleichszahlen zu vergangenen ÖAK-Statistiken sind wegen der vielen Regeländerungen nicht sinnvoll. Zunächst die Tageszeitungen:

Die „Krone“ bleibt mit über 800.000 per Abo und Trafik verkauften Exemplaren die unangefochtene Nummer 1 auf dem österreichischen Printmarkt. Mit respektvollem Abstand folgen „Kleine Zeitung“, „Kurier“ und Neuzugang „Österreich“, der zusätzlich noch weit über 100.000 Zeitungen gratis verteilt hat. Bei den Publikumszeitschriften führt die Billig-Illustrierte „Die ganze Woche“ mit 318.987 verkauften Heften mit deutlichem Vorsprung vor „tv media“, „Woman“ und „News“ aus der News-Gruppe:

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