Olympia nicht so digital wie erwartet

Die Olympischen Sommerspiele von Peking sollten gerade in den USA die digitalsten aller Zeiten werden, das Internet sollte bei der Berichterstattung eine überragende Rolle spielen. Aber leider: Das Publikum spielt nicht so recht mit. 2.200 Stunden Wettkampfmaterial will NBC auf seiner Website NBCOlympics.com live übertragen – so viel wie nie zuvor. Und die Zugriffszahlen sind […]

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Die Olympischen Sommerspiele von Peking sollten gerade in den USA die digitalsten aller Zeiten werden, das Internet sollte bei der Berichterstattung eine überragende Rolle spielen. Aber leider: Das Publikum spielt nicht so recht mit.

2.200 Stunden Wettkampfmaterial will NBC auf seiner Website NBCOlympics.com live übertragen – so viel wie nie zuvor. Und die Zugriffszahlen sind auch recht gut. So schauten sich 5 Millionen Nutzer in den ersten fünf Tagen insgesamt rund 210 Millionen Minuten Video-Streams an. Im Vergleich zu den Spielen von Athen ist das ein Zuwachs von 812%.

Aber: In derselben Zeit wurden bei NBC, CNBC & Co. im herkömmlichen Fernsehen rund 60 Milliarden Minuten Olympia-Berichterstattung gesehen. Sprich: 97% des olympischen Bewegtbildkonsums geht weiterhin auf das Konto der guten alten Fernsehens. Wahrscheinlich spielt dabei auch die Tatsache eine Rolle, dass NBC einige besondere Highlights nicht live im Internet zeigt, um sie sich für das Fernsehen aufzusparen. Dennoch: Bis das Internet das Fernsehen als großes Massenmedium für große Events ablöst, wird es noch viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern.

Und noch ein paar eindrucksvolle TV-Zahlen: Insgesamt 196 Millionen (oder 70%) der US-Bürger über zwei Jahren haben schon mindestens sechs Minuten Olympia bei NBC gesehen – mehr als bei den bisherigen Rekordspielen von Atlanta 1996. Vor allem Goldschwimmer Michael Phelps hat dabei für Rekorde gesorgt: Fast 40 Millionen sahen sein achtes Goldrennen.

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