KissNoFrog: Speed-Dating im Netz

Partnersuchenden werden in schneller Abfolge verschiedene Kandidaten vorgestellt, ein kurzes Gespräch entscheidet über Sympathie oder Antipathie sowie die Weitergabe der Kontaktdaten. Was man aus dem „real life“ unter dem Begriff Speed-Dating kennt, verlagert das Hamburger Portal KissNoFrog ins Netz: Statt im Lokal treffen sich Flirtwillige in einem Video- bzw. Voice-Chat. Mehr als 40.00 User haben sich bereits auf dem Speed-Dating-Portal angemeldet, nach sechs Monaten gab es nun den ersten Relaunch.

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Die einzige deutsche Speed-Dating-Plattform mit Videochat hat seine Beta-Phase beendet und präsentiert sich mit verbesserter Menüführung und neuen Funktionen. Johannes Wickmann, Gründer und Gesellschafter, gegenüber MEEDIA: „Als erster Schritt ist eine verbesserte Suchfunktion hinzugekommen, primär haben wir die Technik verbessert. KissNoFrog benötigt die neueste Browser- und Flash-Version, und man muss sich mit Kamera-Konfiguration auch ein bisschen auskennen. Dafür haben wir einen AV-Check eingeführt, damit jeder mit der richtigen Webcam- und Mikrofon-Einstellung bei uns loslegen kann.“

Der Startschuss fällt mit der kostenlosen Anmeldung auf der Seite: Die User können Profile anderer KissNoFrog-Nutzer besuchen und ein- bis dreiminütige Video-Chats, sogenannte „Sessions“, eröffnen. Interessierte Teilnehmer klinken sich ein, und im Anschluss an den Chat entscheidet jeder, welchen Kontakt er vertiefen möchte.

Erst durch diesen Schritt wird KissNoFrog für Flirt-Willige richtig interessant, wie Wickmann erklärt: „Man kann zwar in den User-Profilen browsen und nach gewissen Kriterien suchen, man kommt aber nicht via Mail oder Video-Chat direkt in Kontakt. Erst wenn zwei Leute im Chat bestätigen, dass man sich gegenseitig kennenlernen will, können Kontaktdaten ausgetauscht werden, und erst dann können beide sich im privaten Video-Chat austauschen, so lange sie möchten.“

Dass KissNoFrog keine Spielwiese für Kinder ist, zeigt nicht nur das Durchschnittsalter der User von knapp 27 Jahren: Mehr als 40.000 Mitglieder haben sich seit dem Launch im Februar 2008 angemeldet, Holtzbrinck Ventures stieg als Kapitalgeber bei dem Speed-Dating-Portal ein. „Mit Holtzbrinck haben wir den bestmöglichen Partner für uns gefunden, dadurch finanzieren wir uns, aber wir werden in den nächsten Monaten langsam damit anfangen, Werbeerlöse zu generieren. Im Herbst, spätestens aber Anfang 2009, werden wir auch eine Mitgliedsgebühr einführen“, so Wickmann.

Gegründet wurde KissNoFrog im November 2007 von Bennett Springer und Johannes Wickmann, beide Mitte zwanzig und ehemals in der Werbebranche aktiv. Damals selbst auf Partnersuche, hielten sie Speed-Dating für eine kurzweilige Variante des Kontaktaufbaus: „KissNoFrog ersetzt nicht das reale Treffen, sondern es hilft einfach dabei, schneller und besser vorzuselektieren, mit wem man sich real treffen möchte und mit wem nicht. Wir sehen uns als Partnerbörse oder Dating-Portal, aber KissNoFrog soll in erster Line Spaß bringen.“

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