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Fußball-EM beflügelt Werbeumsätze von ARD und ZDF

Neben dem großen Erfolg bei den Zuschauern mit Rekordquoten hat die Fußball-EM den beiden öffentlich-rechtlichen Anstalten auch massive Steigerungen bei den Werbeumsätzen beschert. Wie die aktuellen Zahlen von Nielsen Media Research zeigen, liegen ARD und ZDF nach dem 1. Halbjahr 21,6% bzw. 23,7% über dem Vorjahr. Wie sehr der EM-Monat Juni zu diesem Wachstum beigetragen […]

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Neben dem großen Erfolg bei den Zuschauern mit Rekordquoten hat die Fußball-EM den beiden öffentlich-rechtlichen Anstalten auch massive Steigerungen bei den Werbeumsätzen beschert. Wie die aktuellen Zahlen von Nielsen Media Research zeigen, liegen ARD und ZDF nach dem 1. Halbjahr 21,6% bzw. 23,7% über dem Vorjahr. Wie sehr der EM-Monat Juni zu diesem Wachstum beigetragen hat, zeigt folgender Vergleich: Im Juni 2007 setzten die beiden Sender 13,31 Mio. bzw. 11,51 Mio. Euro mit Werbung um, im Juni 2008 waren es 25,63 Mio. bzw. 24,78 Mio. – also ungefähr doppelt so viel.

Bitter läuft das Jahr weiterhin für die ProSiebenSat.1-Sender. Alle vier großen Kanäle der Senderfamilie liegen deutlich unter dem Vorjahr. Sat.1 verlor 3,2% seines 2007er-Brutto-Werbeumsatzes, ProSieben 4,4%, kabel eins 4,7% und N24 sogar 5,8%. Die Abstrafung des neuen Vermarktungsmodells der ProSiebenSat.1-Tochter SevenOne Media hält damit an. Etwas anders die Situation beim Konkurrenten IP Deutschland: Zwar rutschte RTL wegen des EM-Monats auf das Vorjahresniveau, Super RTL und n-tv liegen nun sogar darunter, doch Vox gehört weiterhin zu den strahlenden Siegern. Mit einem Plus von 14,5% gegenüber dem Vorjahr belegt der Sender weiterhin unangefochten den vierten Platz des Rankings – deutlich vor RTL II und kabel eins.

Die – prozentual gesehen – größten Gewinner des ersten Halbjahres finden sich weiter hinten: DMAX liegt mit einem Brutto-Werbeumsatz von 46,33 Mio. Euro 79,2% über dem Vorjahr, Tele 5 wächst um 53,6%, Nick um 66,8% und Comedy Central sogar um 93,9%. Der Sender startete allerdings erst Mitte Januar 2007 – ein Vergleich zwischen 2008 und 2007 ist daher leicht verfälschend.

Einschränkend muss zu diesen Zahlen gesagt werden, dass Nielsen Media Research nur Brutto-Zahlen errechnet – Rabatte, Freispots und Tauschgeschäfte innerhalb der TV-Unternehmen werden nicht herausgerechnet. Als Kennziffern für die Entwicklung der Sender taugen die Zahlen aber allemal.

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