US-Site: Journalismus als Community-Job

Das Internet krempelt die Medienwelt um. Die Grenzen zwischen Hobby-Autoren, Bloggern und professionellen Journalisten verschwimmen immer mehr. Ein Trend, der durch Seiten wie AllVoices noch verstärkt werden wird. Das frisch gelaunchte US-Portal mixt auf seiner Plattform die Artikel von rund 4000 Medien-Quellen mit den selbstverfassten Texten von Bürgerjournalisten. Das Ergebnis hilft nicht beim schnellen Überblick über das News-Geschehen, bietet aber ein erstaunlich umfassendes Bild der Nachrichtenlage.

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Unterteilt ist die Seite in die Ressorts Politik, Finanzen, Konflikte und Tragödien, Wissenschaft und Technologie sowie Sport und Unterhaltung. In diese Kategorien sollen die Hobby-Reporter ihre Texte, Videos, Fotos oder Kurz-Nachrichten einbauen. Zu jedem Artikel zeigt AllVoice automatisch jeden weiteren thematisch passenden Content an. So entsteht eine weit gefasste Übersicht über die vorhanden Fakten und Meinungen.

Die Qualität der Site steht und fällt mit den Beiträgen der Amateur-Journalisten. Viele User nehmen Ihre Aufgabe sehr ernst, schreiben detaillierte, gut recherchierte Artikel. Aber auch auf AllVoices findet man, was es auf Portalen dieser Art immer gibt: schlecht bis gar nicht recherchierte Texte, meinungslastige Stücke, Portalvandalismus.

Ein Gegenrezept dafür hat auch das Start-up noch nicht gefunden. Dagegen rühmt sich AllVoices, das einzige „Citizen Journalism“-Portal im Web zu sein, das nicht von Menschenhand redigiert und editiert wird. So wollen die Macher sicherstellen, dass keine Nutzer zensiert werden. Die Rechtschreibung wird maschinell mehr schlecht als recht geprüft, und auch Schimpfwörter soll das Programm selbstständig erkennen und streichen.

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