Erfolgskonzept Shopping-Clubs

Alle Social Networks suchen noch immer nach einem Weg mit ihren Millionen von Mitgliedern und Milliarden an Klicks Geld zu verdienen. In einem anderen Web 2.0-Feld ist man schon weiter: In geschlossenen Shopping-Clubs werden längst Millionen-Umsätze erzielt und entsprechende Gewinne eingefahren. Das hat auch Bertelsmann erkannt und investiert nun in das Frankfurter Start-up BuyVIP. Die exklusiven Webshops sind nur für Mitglieder und bieten Rabatte von bis zu 70 Prozent.

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Die Plattform bezeichnet sich in ihrer Selbstdarstellung als „exklusive Fashion-Community“. Bedeutet: „Nur Mitglieder können an den zeitlich begrenzten Kampagnen teilnehmen und so Markenartikel zu einem reduzierten Preis erstehen.“ Die Macher versprechen Rabatte von bis zu 70 Prozent. Bislang liefen über das Portal rund 300 Aktionen, an denen Marken wie Calvin Klein, DKNY oder Alessi teilnahmen.

Ihre Exklusivität wahrt die Seite über eine – vermeintlich – restriktive Teilnahmepolitik. Neumitglieder müssen zur Registrierung eine persönliche Einladung eines anderen BuyVIP-Nutzers vorweisen können. „So wächst die Community ausschließlich durch Empfehlungen. Damit bleiben die Fashion Victims unter sich, und die Markenhersteller können sicher sein, dass nur ein ausgewählter Kreis Zugang zu den exklusiven Verkaufskampagnen bekommt“, schreibt BuyVIP. Aktuell hat der Club über zwei Millionen Mitglieder und wächst jeden Monat um rund 150.000 neue Nutzer.

Bereits 2006 gründeten Gustavo Garcia Brusilovsky und Gerald Heydenreich den Shopping-Club, mit Ablegern in Spanien und Italien. In der ersten Jahreshälfte 2008 verbuchte das Start-up einen Umsatz von über zwölf Millionen Euro. Damit schafften Brusilovsky und Heydenreich – nach eigenen Angaben – den operativen Break Even.

Zahlen, die wohl auch Bertelsmann und seine Venture Capital-Tochter Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI) überzeugt haben müssen sich zu engagieren. Wie hoch der Zuschuss aus Gütersloh ausfällt, ist nicht bekannt. Im letzten Sommer erhielt das Start-up allerdings bereits sieben Millionen Euro von 3i und dem European Founders Fund der Samwer-Brüder. Die zweite Finanzierungsrunde wird nun wohl klar über dem ersten Betrag liegen.

Im Segment der Shopping-Clubs liegen die Frankfurter in Deutschland auf Platz drei. Marktführer ist das Holtzbrick-Investment Brands 4 Friends. Gefolgt vom Vente-Privée. Die Franzosen gelten als Erfinder der geschlossenen Einkaufs-Community.

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