ZAW: Leichtes Wachstum im Werbemarkt

Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) verbucht für 2007 ein nur leichtes Wachstum im Werbemarkt – für 2008 wird sogar eine Stagnation prognositiziert. Im Rahmen der Vorstellung seines Jahrbuchs „Werbung in Deutschland“ zog der Verband seine tradtionelle Bilanz. Die wichtigsten Ergebnisse: – Die Netto-Werbeeinnahmen stiegen 2007 in den deutschen Medien um 2,0% an – von […]

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Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) verbucht für 2007 ein nur leichtes Wachstum im Werbemarkt – für 2008 wird sogar eine Stagnation prognositiziert. Im Rahmen der Vorstellung seines Jahrbuchs „Werbung in Deutschland“ zog der Verband seine tradtionelle Bilanz. Die wichtigsten Ergebnisse:
– Die Netto-Werbeeinnahmen stiegen 2007 in den deutschen Medien um 2,0% an – von 20,35 Mrd. Euro auf 20,76 Mrd. Euro.
– Das Wachstum schwächte sich damit im Vergleich zum Vorjahr (+2,6%) wieder ab.
– Bei den einzelnen Medien-Gattungen ist das Internet mit einem Plus von 39,2% der große Gewinner.
– Verloren haben 2007 die Pulikumszeitschriften (-1,8%), sowie die Kinowerbung (-9,6%), die allerdings schon seit einiger Zeit Jahr für Jahr deutlich verliert.
Im Einzelnen verteilt sich der große Werbekuchen wie folgt auf die einzelnen Branchen: 

 Im Gegensatz zu den von Nielsen Media Research gemessenen Butto-Werbeumsätzen sind die Daten des ZAW Netto-Zahlen, sie spiegeln also die tatsächliche Lage auf dem Markt theoretisch etwas genauer wider. Einschränkend muss allerdings dazu gesagt werden, dass die Zahlen in gewissem Maße auf Hochrechnungen, Umfragen und Vermutungen beruhen.
2008 wird sich der Werbemarkt laut ZAW sogar noch weiter abschwächen. „Die Gefahr wächst, dass der deutsche Werbemarkt erneut in die Rezession abgleitet“, sagte ZAW-Präsindetn Michael Kern bei der Vorstellung des Jahrbuchs in Berlin. Im weltweiten Vergleich war das deutsche Wachstum schon 2007 zu schwach und liegt deutlich unter dem globalen Wert von 4,7%. Auch 2008 dürfte Deutschland mit maximal 1 % Wachstum am Ende des Rankings der großen Industrienationen liegen. In Großbritannien werden laut ZAW für das laufende Jahr 6 % Plus prognositiziert, in den USA rund 4% und in Frankreich immerhin fast 2%.

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