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ZDF mit historischem Minusrekord

Das ZDF hat im Mai den schlechtesten Monats-Marktanteil eingefahren, den es seit Senderstart 1963 je im jungen Publikum gegeben hat. Nur 5,5% des Fernsehkonsums der 14- bis 49-Jährigen entfielen auf den Sender. Freuen darf sich hingegen ProSieben: Mit 12,5% hat der Sender im Mai den höchsten Monats-Marktanteil seit November 2006 und den höchsten Mai-Wert seit 2001 erreicht. Marktführer bleibt natürlich RTL, das mit 16,3% leicht unter den April-Zahlen (16,6%) liegt.

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Der bisherige ZDF-Minusrekord stammt aus dem Mai 2007 und lag bei 5,7%. Er wurde nun um weitere 0,2 Prozentpunkte unterboten. Wie praktisch für das ZDF, das im Juni die Fußball-EM anliegt, die für hohe Quoten sorgen wird und von den Problemen der Mainzern ablenkt. Bei den Kollegen des Ersten gab es im Mai immerhin eine 7 vor dem Komma des Zielgruppen-Marktanteils – der Minus-Rekord von 6,4% war dort im April erreicht worden.
Zu den Aufsteigern des Monats gehören eindeutig ProSieben und kabel eins. ProSieben legte von 12,2% auf 12,5% zu und erreichte damit wie erwähnt den höchsten Monats-Marktanteil seit November 2006 und den höchsten Mai-Wert seit 2001. kabel eins gewann sogar 0,4 Punkte und legte mit 5,6% die beste Leistung seit Oktober 2007 hin. Ebenfalls zu den Gewinnern gehört RTL II, das mit 6,9% sogar den höchsten Monats-Marktanteil seit Dezember 2004 feiern darf.
Verloren haben hingegen u.a. Sat.1 und Vox. Sat.1 büßte fast das gesamte April-Plus, als man auf immerhin 11,8% kletterte wieder ein und fiel auf 11,1% zurück. Vox gingen weitere 0,2 Zähler verloren – mit 7,1% liegt man zum ersten Mal seit einem Jahr nicht mehr vor dem Ersten und muss zugleich den geringsten Monats-Marktanteil seit Dezember 2006 verkraften.
Weiter hinten können sich zwei kleinere Kanäle über neue Rekorde freuen: N24 hat zum ersten Mal in der Sendergeschichte einen Monats-Marktanteil von 1,4% erreicht, Tele 5 landete zum ersten Mal bei 1,1%. Im Gesamtpublikum führte Das Erste im Mai den TV-Markt an: Mit 12,9% gewann man vor RTL (12,4%), dem ZDF (11,6%) und Sat.1 (10,8%).
Die meistgesehene Sendung des Monats Mai war bei den 14- bis 49-Jährigen das Elfmeterschießen des Champions-League-Finals zwischen Manchester United und Chelsea. 4,25 Mio. Werberelevante sahen die spannende Viertelstunde bei Sat.1. Rechnet man sie zum Rest des Spiels hinzu und wertet sie nicht als einzelne Sendung, so war der Staffelabschluss von „Dr. House“ mit 3,96 Mio. 14- bis 49-Jährigen der Monatssieger. Dahinter folgen die Entscheidungs-Show des „Deutschland sucht den Superstar“-Finals (3,72 Mio.) und der „Eurovision Song Contest“ (3,45 Mio.). Im Gesamtpublikum sahen das Champions-League-Elfmeterschießen 8,80 Mio. Wertet man es wiederum nicht als Einzelsendung, so hat der Premieren-„Tatort“ für das neue Leipziger-Ermittlerteam Simone Thomalla und Martin Wuttke den Mai gewonnen – 8,51 Mio. Zuschauer waren dort am 25. Mai dabei. Auch dahinter folgt ein „Tatort“: Der Münsteraner Fall vom 18. Mai mit 7,85 Mio. Sehern.

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