Wann kommt Hondas Wasserstoff-Wunder endlich auch zu uns?

Das weltweit erste Serien-Auto mit null Kohlendioxid-Emission ist der Star beim G8-Gipfel in Japan sein. In den USA war der alltagstaugliche Umweltfreund in Rekordzeit ausverkauft – Europa wartet vorerst vergeblich auf den neuen Honda Clarity.

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Nun ja, wirklich aufregend kommt der Honda FCX Clarity nicht daher. Das Äußere langweilt mit dem üblichen Windkanal-Schnitt und einer unverkennbaren Mittelklassen-Biederkeit. Die Revolution spielt sich unter dem Blechkleid ab. Der japanische Autobauer verpasste dem Clarity eine Antriebseinheit, die zwei Energiespender vereint: Eine Brennstoffzelle erzeugt Strom aus Wasserstoff und Sauerstoff aus der Umwelt. Dieser wird in die Lithium-Ionen-Batterie eingespeist. Aus dieser Batterie wiederum wird der 136 PS starke Elektromotor bedient, der das Fahrzeug antreibt. So erreicht der FCX Clarity laut Honda mit 4,1 kg komprimiertem Wasserstoff (350 bar) eine Reichweite von rund 450 km.

In Kalifornien hat der Clarity als erstes Wasserstoff-betriebenes Serienauto eine Straßenzulassung erhalten. Die Nachfrage ist riesengroß: Mehr als 50.000 Bestellungen gingen bei Honda ein; das Unternehmen produziert in den nächsten zwei Jahren allerdings nur 200 Autos für den amerikanischen und den japanischen Markt. Wer für eins der raren Fahrzeuge einen Zuschlag erhält, muss nicht einmal tief in die Tasche greifen. Nur 600 Dollar Leasingrate berechnet Honda, wobei dabei bereits Versicherung und Inspektionen inbegriffen sind. Umgerechnet sind dies weniger als 400 Euro.

In Deutschland werden vorerst kein Claritys zu sehen sein. Hierzulande gibt es noch kein Netz von Tankstellen, die Wasserstoff anbieten könnten. Die weltweite Serienproduktion Wasserstoff-Mobilen wird nach Auffassung der Honda-Ingenieure wohl erst in zehn Jahren richtig in Fahrt kommen.

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