Der französische Präsident Nicolas Sarkozy plant ein Werbeverbot für alle öffentlichen Fernsehsender.

Ihr spezieller Auftrag ist es so vielen Menschen wie möglich einen Zugang zur Kultur zu verschaffen", sagte Sarkozy auf einer Pressekonferenz in Paris. "Sie können deswegen nicht nach rein marktwirtschaftlichen Kriterien wie die Privatsender funktionieren".

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Zur Gegenfinanzierung der entstehenden Verluste bei den öffentlichen TV-Stationen, will der Präsident den „Privaten“eine neue Spezialabgabe aufbürden sowie eine neue Internet- und Mobilfunk-Steuer einführen. Analysten gehen davon aus, dass die zu erwartenden Mehreinnahmen der Privatsender, die Zusatzkosten durch die neue Abgabe übersteigen werden. Dementsprechende legten die TV-Aktien an der Pariser Börse kräftig zu. Die Papiere von TF1 schafften ein Plus von zwölf Prozent, Aktien des Konkurrenten M6 stiegen um sechs Prozent.
Hintergrund der Debatte sind die Pläne der Regierung das Rundfunk-Gesetze zu überarbeiten. Sarkozy will so die privaten französischen Medienkonzerne beim globalen Wettbewerb unterstützen.

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