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Webseite kostete 140 Millionen

Das Aufsichtsgremium BBC Trust friert weitere Gelder für den Online-Auftritt des Senders vorläufig ein. Grund für diese Maßnahme der „Trustees“ ist die enorme Überziehung des Budgets für die Internet-Sparte. In einem Report weist der Trust nach, dass statt der bereitgestellten 74 Millionen Pfund ganze 110 Millionen (140 Millionen Euro) für bbc.co.uk ausgegeben wurden. Die BBC-Chefetage hat nach Angaben des „Guardian“ bis November Zeit, die Finanzlecks im Online-Bereich abzudichten.

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Patricia Hodgson, Mitglied des BBC Trusts, bemängelt vor allem die „Heimlichtuerei“ von BBC-Chef Mark Thompson und seinem Management. „Wir glauben, das Problem hätte früher erkannt und entsprechende Schritte unternommen werden müssen“, erklären die Wachhunde des Vorstands. Erst im Januar verkündete der BBC-Vorstand, dass man mit einer Budget-Überschreitung von etwa fünf Prozent rechnen müsse. Dabei hatte der Trust bereits im vergangenen Dezember festgestellt, dass die Summe weitaus höher anzusetzen sei – nach Ansicht der „Trustees“ ein „schweren Verstoß“.

Im Laufe des Jahres möchte Thompson weitere 39 Millionen Pfund in den Online-Auftritt der Seite stecken. Damit hätte bbc.co.uk innerhalb zwei Jahre das Budget auf 150 Millionen Pfund (191 Millionen Euro) verdoppelt. Diese Summe benötigt der Vorstand, um die Restrukturierungsmaßnahmen des Internetauftritts zu finanzieren. Grünes Licht für diese zusätzliche Finanzspritze gibt der BBC Trust allerdings nur, wenn der Vorstand bis November eine deutliche Verbesserung der Kostenkontrolle nachweisen kann.

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