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„tv Digital“ knackt die 2-Millionen-Grenze

Der Aufstieg des Axel-Springer-Programmies "tv Digital" kennt kein Ende. Im ersten Quartal verkauften sich pro Ausgabe rund 2,06 Mio. Hefte des Magazins - ein neuer Rekord. Im hart umkämpften Markt der Programmzeitschriften liegt nur noch "tv14" vor dem Sprinter-Titel, dort gingen allerdings im Vergleich zum Vorjahresquartal fast 5% der verkauften Auflage verloren. Bei den Wochenmagazinen muss der "Focus" unterdessen das schlechteste Quartal seit 1995 verkraften.

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Nur noch 704.976 Hefte verkaufte der „Focus“ im ersten Quartal pro Ausgabe – ein Minus von 2,5 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Zum letzten Mal so wenig setzte Burda im zweiten Quartal 1995 ab: 677.691 Stück waren es damals. „Der Spiegel“ liegt hingegen recht solide im Markt, bleibt mit 1.050.296 verkauften Exemplaren über der psychologisch wichtigen 1-Mio.-Hürde und verliert im Vergleich zu 2007 ganze 101 verkaufte Hefte. Der „stern“ verliert mit einem Minus von 2,8% damit weiter an Boden und liegt nun bei einer verkauften Auflage von 981.016. Nicht uninteressant im Burda-eigenen Wettstreit: Die „Bunte“ hat sich diesmal wieder am „Focus“ vorbeigeschoben: mit 718.576 Heften.
Im Markt der Programmzeitschriften gehen die Verkäufe bei fast allen Titeln weiter zurück. Marktführer „tv14“ verlor 4,7%, „TV Movie“ 4,4%, „TV Spielfilm“ 3,8%, die „Hörzu“ 2,3%, „Auf einen Blick“ 5,8% und und und. Nur zwei Titel legten zu: „nur TV“ mit einem Plus von 3,9% und „tv Digital“ mit einem Zuwachs von satten 10,2%. Im Langzeit-Vergleich sieht die Situation an der Spitze des Segments nun wie folgt aus: (Sie können übrigens mit unserem Meedia-Analyzer jederzeit ähnliche spannende Vergleiche anstellen)

Während die Klassiker „TV Movie“ und „TV Spielfilm“ seit zehn Jahren Stück für Stück verlieren, geht es bei den neueren Titeln „tv´14“ und „tv Digital“ nach oben. Bei „tv14“ hat sich der Aufstieg deutlich abgeschwächt, monentan liegt man sogar unter Vorjahr, bei „tv Digital“ geht es nach einer Pause im vergangenen Jahr nun wieder deutlich nach oben.
„tv Digital“ findet sich auch unter den fünf größten Aufsteigern des Quartals. Mit 191.305 hinzugewonnen Verkäufen pro Ausgabe musste man sich nur dem kostenlosen Supplement „rtv“ geschlagen geben, dessen Auflage um über 1,2 Mio. Exemplare anwuchs – u.a. weil es seit Beginn des Jahres acht großen Regionalzeitungen der WAZ-Gruppe beiliegt. Komplettiert wird die Aufsteiger-Top-5 von „LandLust“ (+128.713), „Chica“ (+122.765) und „auto Tests“ (+92.993). Die größten Verlierer kommen aus dem Segment der Frauenzeitschriften: „Frau von heute“ verlor im Vergleich zum Vorjahresquartal 162.143 Hefte, „Alles für die Frau“ 124.804. Hinter „tv14“ folgen in der Verlierer-Liste dann „Essen & Trinken für jeden Tag“ (-94.309) und „neue woche“ (-89.193).
Bei den überregionalen Tageszeitungen gibt es diesmal drei Verlierer und vier Gewinner. „Bild“ büßt im Vergleich zu 2007 fast 120.000 verkaufte Exemplare ein (-3,4%), liegt mit 3.326.202 über den Tresen gegangenen Zeitungen aber natürlich weiter deutlich vorn. 1,2% gewonnen hat die „Süddeutsche Zeitung“, die nun bei 450.201 Verkauften liegt, dahinter folgen die „Frankfurter Allgemeine“ (368.671 / +1,1%), „Die Welt“ und „Welt kompakt“ (gemeinsam 278.141 / +4,2%), das „Handelsblatt“ (147.839 / +1,4%), die „Financial Times Deutschland“ (101.746 / -2,9%) und „die tageszeitung“ (55.431 / -0,2%).

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