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Professionelle Anbieter dürfen sich vermarkten

Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, doch noch mit YouTube Geld zu verdienen, hat sich Google etwas einfallen lassen: Professionelle Anbieter, die auf der Video-Plattform eigene Channels betreiben, können dort Werbung schalten, schreibt das US-Fachblatt „Advertising Age“. Dafür gibt es verschiedene Formate, zum Beispiel Overlays, die am unteren Rand des Videos laufen und sich anklicken lassen. Die Einnahmen werden zwischen dem Betreiber und YouTube aufgeteilt, so als würde man bei YouTube Anzeigen verkaufen.

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Erst vor wenigen Wochen gab Google-Gründer Sergey Brin in einem Interview zu, dass die Social Community MySpace, die wie YouTube zu Google gehört, zwar viele Klicks generiere, aber nicht genügend Geld abwerfe. Für YouTube gilt dasselbe. Zwar ist YouTube die größte Video-Plattform – laut US-Marktforschungsinstitut ComScore haben sich die Nutzer allein im März vier Milliarden Videos auf der Plattform angeschaut. Diese gigantische Zahl steht aber in keinem Verhältnis zu dem Umsatz, den Google mit dieser Seite hat.

Um diesen Missstand aufzuheben, kündigte das Google-Management eine Reihe neuer Ideen für dieses Jahr an. Die Monetarisierung von YouTube habe höchste Priorität, hieß es. Für viele professionelle Anbieter ist es ein wichtiger Faktor, das Werbeumfeld für ihre Videos kontrollieren zu können, schreibt „Advertising Age“. Eines der ersten Unternehmen, die bereits Werbung schalten, ist das US-Video-Portal Revision3. In dessen Shows „Diggnation“ und „Techzilla“ sind Anzeigen des Sponsors GoDaddy platziert. CEO Jim Louderback findet großen Gefallen an der neuen Werbeform, da Sponsoren in viele Formate von Revision3 eingebunden sind.

Von dieser Innovation profitieren beide Seiten: YouTube zieht mehr professionelle Produzenten an, die sich vorher vielleicht eine Plattform gesucht haben, über die sie bessere Einnahmen erzielt haben. Zugleich bekommt YouTube neue Anzeigenverkäufer – ohne für sie zahlen zu müssen. Auch Werbeagenturen dürfte es gefallen, die Reichweite für ihre Kampagnen durch ein paar Millionen Klicks zu erweitern.

Zugegeben: YouTube hat mit rund einem Prozent einen sehr geringen Anteil an Googles Gesamtumsatz. Auch wenn dieses Experiment gut anläuft, wird sich dieser Prozentsatz nicht wesentlich steigern lassen. Und doch: Google kann es sich erlauben zu experimentieren und neue Wege auszuprobieren. Es ist ein spielerischer, cleverer Ansatz, der womöglich Potenzial hat.

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