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Gebührenverschwendung bei der BBC

Die BBC verpulvert Gebühren in mehrstelliger Millionenhöhe. Zu dieser Einschätzung kommt das Public Accounts Committee des britischen Unterhauses. Der öffentlich rechtliche Sender gibt für die Beschaffung von Requisiten, Sicherheitsverträgen oder Catering jährlich 531 Millionen Pfund aus. Für diese Zusatzdienstleistungen arbeitet die BBC mit 17.000 Versorgern zusammen. Viel zu viele, so die Einschätzung des Committee, das sich aus Abgeordneten des Unterhauses zusammensetzt.

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In seinem Auftrag, die Verwendung öffentlicher Gelder zu überprüfen, kommt es zu einem klaren Ergebnis: Würde der Sender die Aufträge strikt zentral verteilen, könnten deutlich Kosten eingespart werden.

Tatsächlich hat die BBC bereits ein elektronisches System eingeführt,um den Einkauf zu zentralisieren. Allerdings seien die Kosten für dessen Unterhaltung weit höher als die damit erreichten Einsparungen. Außerdem setzen sich die Neuerungen im Haus nur sehr schleppend durch. Die Rechnungen außerhalb des zentralen Einkaufssystems beliefen sich zuletzt auf mehr als 200 Millionen Pfund pro Jahr.

Immerhin, so räumte der Committee-Vorsitzende Edward Leigh ein, erreichte die BBC ihr selbstgestecktes Ziel, innerhalb von drei Jahren die Kosten bei der Beschaffung um 75 Millionen Pfund zu senken. Dem stünden aber drastisch gestiegene Ausgaben, etwa für die On-Demand-Software „iPlayer“, gegenüber. Leigh: „Es gibt sehr viel mehr, das die BBC tun kann, um die Beschaffungskosten zu kürzen.“ Dazu gehörten auch elektronische Auktionen, die einen freien Wettbewerb um Aufträge ermöglichen.

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