Dem RBB fehlen 54 Millionen Euro

Geldnot bei den Öffentlich-Rechtlichen in Berlin. Dem Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) fehlen in der kommenden Gebührenperiode 54 Millionen Euro in der Kasse. Und da ist die nächste Gebührenerhähung von 95 Cent schon eingerechnet! Das berichtet die "Berliner Zeitung". Grund laut Intendantin Dagmar Reim: die vielen Hartz-IV-Empfänger und Schwarzgucker in der "arm aber sexy" Hauptstadt. Für 14 Prozent aller Radio- und Fernsehgeräte in Berlin werden keine Gebühren gezahlt.

Anzeige

Im deutschen Durchschnitt sind bloß 9 Prozent der Geräte gebührenfrei. Der Anteil, den ein Sender vom  Gebührenkuchen abbekommt , hängt von der Anzahl der Gebührenzahler im Sendegebiet ab. Darum hat Frau Reim eine aus ihrer Sicht tolle Idee: „Es wäre doch eine gute Idee, wenn es dafür einen finanziellen Ausgleich innerhalb der ARD geben könnte“, sagte sie in der „Berliner Zeitung“.
Fünf Jahre wird der RBB in diesen Tagen alt, entstanden ist er aus dem Zusammenschluss der Sender SFB und ORB. Im Zuge der Fusion wurde schon einiges gespart und auch 320 Stellen abgebaut. Wirtschaftlich ist der Kanal immer noch nicht. Wie die Finanzlücke geschlossen werden soll – die Intendantin weiß es nicht und hofft auf finanzielle Almosen aus dem ARD-Topf. Die Feierlaune lassen sich die klammen Berliner Rundfunker trotz quasi-Pleite nicht verderben. Am 7. Mai weiht der RBB die digitalen Sendestudios seines neuen Inforadios ein, wo auch die Zentrale für die neue RBB-Agentur für Regionalnachrichten (INA) sitzt. „1500 m2 Gesamtfläche für rrdas erfolgreichste Nachric „1500 m² Gesamtfläche für das erfolgreichste Nachrichtenradio der ARD „, heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung. Dass der Sender das schöne neue Gebäude eigentlich nicht bezahlen kann, davon steht nichts drin.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige