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Burda will Rechte am DFB-Pokal kaufen

Burda will groß in den Handel mit Sportrechten einsteigen. Der Verlag hat mittlerweile eine Meldung des "Spiegel" bestätigt, wonach Burda um die Übertragungsrechte an den DFB-Pokalspielen bis zur Saison 2011/12 mitbietet. Bisher hat der DFB nur mit ARD und ZDF verhandelt. Treibende Kraft bei Burda ist dabei die ehemalige Chefin des Telefon-Kanals 9Live, Christiane zu Salm. Sie leitet das noch recht junge Vorstandsressort Entwicklung neuer Geschäftsfelder bei den Münchnern.

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Burda will die Rechte offenbar nicht selbst verwerten, sondern an Dritte weiterverkaufen. Klassischer Lizenzhandel also. Das Angebot von zu Salm an den DFB soll deutlich über dem von ARD und ZDF liegen. Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender haben bisher rund 390 Millionen Euro pro Saison bezahlt. Bis dato haben die Öffentlichen exklusiv mit dem DFB über eine Verlängerung des Vertrages verhandelt. Im Gespräch war lediglich, dass der Bezahlsender Premiere einige Pokalspiele zusätzlich live überträgt.
Es sei „wettbewerbsrechtlich fragwürdig“, schrieb zu Salm laut „Spiegel“ in einem Brief an DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, dass der Fußballbund die Rechte nicht öffentlich ausschreibe. Das sieht man beim Kartellamt ähnlich. Gemeinsame Marketing-Aktivitäten und ein Erstverhandlungsrecht bis 30. Juni im aktuellen Vertrag für ARD und ZDF sind den Wettbewerbshütern schon länger ein Dorn im Auge und werden geprüft.

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