Obama gegen die Medienkonzentration

Der Vorwahlkampf zeigte: Barack Obama ist ein Kenner der US-Medienlandschaft und weiß sie perfekt zu nutzen. Doch welche medienpolitische Position nimmt der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat überhaupt ein? „Broadcastingcable.com“ sprach exklusiv mit dem Senator aus Illinois über Netzneutralität, DVB-T und die Gefahr durch Medien-Fusionen. „The media market is dominated by a handful of firms. I strongly favor protection against the excessive concentration of power."

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Der demokratische Präsidentschaftskandidat ist sich darüber im Klaren, dass er im Wahlkampf nicht nur gegen John McCain antreten wird, sondern auch gegen den gebündelten Einfluss von einigen wenigen sehr großen TV-Stationen und Verlagshäusern – eine Macht-Konzentration, die nach Meinung Obamas weiter zunimmt und schädlich ist: „The ill effects of consolidation today and continued consolidation are well-documented – less diversity of opinion, less local news coverage, replication of the same stories across multiple outlets, and others. We can do better.”
Die Aufgabe große Fusionen von Medienhäuser zu kontrollieren, liegt für den Senator bei den Wettbewerbshüter des Justizministeriums und der „Federal Trade Commission“ (FTC). Die jetzige Position der Behörden und Ausschlüsse ist Obama jedoch zu lasch.
Ähnlich seine Position in dem strittigen Punkt der Netzneutralität. Über die Frage wer die Inhalte und Zugänge zum Internet kontrollieren soll, diskutiert Washington – unter Einsatz einer ganzen Lobby-Armee – schon seit Jahren. Obama: „There are very low entry barriers for the delivery of services over the Internet, and public debate is unfettered by either the network owner or any single dominant voice. The neutral nature of the Internet makes that possible, and it is something we should defend. “
Letztes großes Thema des Interviews ist der flächendeckende DVB-T-Start Anfang 2009. Eine Woche nach der Amtseinführung des neuen Präsidenten wird das amerikanische TV-Netz von Analog auf Digital umgestellt. Die Folge:  Fast 20 Millionen Fernseher bleiben schwarz, weil sie mit der neuen Technik nicht kompatibel sind. Hauptbetroffene sind Arbeitslose und Geringverdiener.

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