Super Kinostart für Indiana Jones IV

Der erste Indiana-Jones-Film seit 19 Jahren startet als großer Kassenerfolg. Bis zum Sonntag spielte "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels", der am Donnerstag weltweit in die Kinos kam, mehr als eine viertel Milliarde Dollar ein. Bei der Kritik fällt der Film dagegen durch. Die erfolgreiche Werbe-Kampagne für "Indy IV" auf Facebook stellt sich für Paramount als zweischneidiges Schwert heraus. Der erste Indiana-Jones-Film seit 19 Jahren startet als großer Kassenerfolg.

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Bis zum Sonntag spielte „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, der am Donnerstag weltweit in die Kinos kam, mehr als eine Viertel Milliarde Dollar ein. Bei der Kritik fällt der Film dagegen durch. Die erfolgreiche Werbe-Kampagne für „Indy IV“ auf Facebook stellt sich für Paramount als zweischneidiges Schwert heraus.

Allein in den USA spielte Indiana Jones IV in 4.260 Kinos bis letzten Sonntag 126 Millionen Dollar ein. Die 8.300 Kinokassen außerhalb der USA meldeten bis Sonntag Einnahmen in Höhe von 143 Millionen Dollar. Das Gesamtergebnis könnte nach fünf Tagen die 300-Millionen-Marke knacken.

Schon jetzt ist das „Königreich des Kristallschädels“ der zweitbeste Memorial-Day-Weekend-Start aller Zeiten. Lediglich „Pirates of the Carribbean – Am Ende der Welt“ brachte 2007 mit 139,8 Mio. Dollar noch mehr Geld ein.

Dem Erfolg beim breiten Publikum steht eine ungnädige Fachkritik gegenüber. Auf dem Filmfestival von Cannes, bei dem Indiana Jones IV außer Konkurrenz lief, waren die Urteile negativ – zu altmodisch, zu lahm. „‚Der Kristallschädel‘ lebt nur in einzelnen Segmenten auf“, befindet die „New York Times“. Und „Der Tagesspiegel“ schreibt: Der vierte Indy-Film wirke, „als habe man seine Bestandteile gemäß der alten Blaupause zusammengeflickt, ohne dass dabei ein organisches Ganzes entstanden wäre“.

Um den neuen Streifen anzuschieben, hatte Paramount eine PR-Kampagne auf Facebook gestartet. Nutzer konnten von 4.30 Uhr am Donnerstag gratis kleine digitale Schlapphüte an ihre Liebsten versenden – Bildchen des braunen „Fedora“-Hutes, der Harrison Ford zu Indiana Jones macht. Bis 15 Uhr waren alle 250.000 Fedoras weg. Ein großer PR-Erfolg, denn die Bildchen verlinken auf die „Kristallschädel“-Seite bei Facebook, und die hatte bis Donnerstag Nachmittag 62.000 Fans.

Dennoch macht die Werbestrategie auch die Risiken des modernen Web-Marketings deutlich. Die Besucher sind aufgefordert, ihre Kritiken auf der Seite zu veröffentlichen. Und die fallen zum überwiegenden Teil vernichtend aus. Ein Facebook-Kritiker schrieb schlicht von „heillosem Durcheinander“. Ian Schafer, Chef des verantwortlichen Werbefirma „Deep Focus“, ist sich der Zweischneidigkeit seiner Facebook-Kampagne bewusst: Die Flut von ungefiltertem Tadel „ist der Preis für die Offenheit“.

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