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Generation Web 2.0 – wer ist das eigentlich?

Eine Studie von Tomorrow Publishing und der PbS AG hat sich Web 2.0-Nutzer genau angeschaut und daraus neue Zielgruppen abgeleitet. Acht Typen haben die Autoren definiert, die erstmals nach psychographischen Merkmalen unterschieden werden. Den Kern bilden die "Denkenden", "Fühlenden" und "Sehnsüchtigen", die als besonders webaffin gelten. Wichtig für Werbetreibende sind aber die so genannten "Freien": qualitäts- und markenbewusste Personen, die als Multiplikatoren von Produktinfos fungieren.

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Rund 40 Millionen Menschen sind in Deutschland online. 50 Prozent von ihnen nutzen eine Web 2.0-Anwendung – Wikipedia und Ebay nicht eingerechnet – und wiederum mehr als 20 Prozent davon sind regelrechte Web-Enthusiasten, skizzieren die Autoren der Studie „Web 2.0 Tomorrow“.
Nun ist es nicht so, dass Internet-Nutzer noch nicht untersucht worden wären – soziodemographische Daten oder das Verhalten und die Einstellung der Onliner werden immer wieder erfasst. „Wir haben aber nie etwas über die Motive der Nutzer erfahren: Was treibt sie an? Warum verhält sich wer wie im Netz?“, sagt Katrin Ringlstetter, Vorstand des Münchener Marktforschungsunternehmens PbS AG, die mit ihrem Team etwa drei Monate an dem Projekt arbeitete.
Der Frage nach dem Warum gingen die Marktforscher nach und führten eine repräsentative Befragung in der deutschen Online-Bevölkerung durch. 2000 Personen ab 14 Jahren beantworteten hierfür 80 Fragen mit 400 Variablen. Später wurde diese „Web 2.0-Studie“ mit der jährlichen Markt-Media-Studie „Typologie der Wünsche“ des Burda Community Networks verbunden. Diese Ergebnisse sollen Community-Betreibern, Werbetreibenden und Vermarktern nun ermöglichen, ihre Zielgruppe genauer zu erfassen und spezifischer anzusprechen.

Zu den einzelnen Typen: Die Kerngruppe der deutschen Onliner haben die Autoren in drei Untergruppen aufgeteilt. Die „Denkenden“ sind anspruchsvolle Strategen, die im Netz in erster Linie nach Informationen suchen. Bei den „Sehnsüchtigen“ handelt es sich um eher schüchterne und bescheidene Personen, die im Internet soziale Kontakte suchen und pflegen. Und mit den „Fühlenden“ sind genussorientierte, kreative, spontane Bauchmenschen gemeint, die das Web 2.0 unter anderem zum Ausleben ihrer Persönlichkeit nutzen.

Ihnen am nächsten stehen die „Freien“. Wenn man den Autoren glaubt, sind sie der Traum eines jeden Werbers: konsum- und kommunikationsfreudige, flexible, phantasievolle und unabhängige Menschen, die durch Werbung erreicht werden und als Markenbotschafter fungieren. Zu dieser Gruppe zählen acht Millionen Personen.

Daneben gibt es noch die Kategorien „On the move“ und „Zuschauer“, die mit jeweils zwei Typen vertreten sind: die „Relaxten“ und die „Getriebenen“ sowie die „Skeptiker“ und die „Ruhenden“. Sie gehören eher zu den Passivnutzern des Internets und umfassen 23 Millionen Menschen.
Abhängig von der Zielsetzung des Unternehmens soll diese Untersuchung helfen, Communitys zu verbessern oder innovative Werbekonzepte zu entwickeln. Geplant ist, die Erhebung jedes Jahr zu aktualisieren, sagt Ringlstetter.

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