New York Times drängt in Social Networks

Die meisten altehrwürdigen Qualitätszeitungen haben große Probleme mit den unzähligen neuen Möglichkeiten des Internets. Anders die New York Times. Die „graue Lady“ bemüht sich vorbildlich, neue Techniken, Plattformen und Kanäle zu bedienen. Aktuelles Projekt des Verlages: Laut „Mediabistro“ will die Times nun ihre API-Schnittstelle öffnen und ihre Artikel so umbauen, dass sie sich in die meisten Social Networks, wie Facebook oder MySpace einbauen lassen.

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In einem Interview mit Mediabistro sagte Marc Frons, Technik-Chef des Verlages, dass eine Arbeitsgruppe bereits an der Öffnung der Schnittstellte arbeite. Ziel sei es, den Zugang zur Webseite so zu modellieren, dass alle Besucher den Inhalt nach ihren eigenen Wünschen konfigurieren können. Dazu sollen die Mitglieder vieler Social Networks die Artikel der New York Times auch in ihr Netzwerk integrieren können. Mit einem ersten Test bei Facebook war der Verlag zufrieden. Für die API-Schnittstelle soll im Sommer die Testphase beginnen. Offizieller Starttermin für beide Neuentwicklungen könnte nach Recherchen des Blogs „RedWriteWeb“ in sechs Monaten sein.

Die Idee der New Yorker Tageszeitung ist jedoch nicht neu. Vor rund zwei Wochen erlaubte die Nachrichtenagentur Reuters Privat-Usern den Zugriff auf ihre API. Seit dem sind alle nichtkommerziellen Webmaster und Hobby-Entwickler aufgerufen, eigene Anwendungen rund um die Agentur-Meldungen zu bauen.

Trotzt dem gehört die Times zu den aktivsten Tageszeitungen im Online-Geschäft. Die Verlag ist an der Blog-Software „Wordpress“ beteiligt, kaufte den Technik-Anbieter „Blogrunner technology“ und startete gerade einen eigenen News-Aggregator.

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