Microsoft legt Yahoo-Übernahmepläne ad acta

Softwareriese Microsoft wird Yahoo nicht übernehmen. Der Deal scheiterte an unterschiedlichen Preisvorstellungen der beiden Giganten. Microsofts Steve Ballmer wollte nicht mehr als 33 Dollar für eine Aktie des Unternehmens ausgeben, insgesamt also 46,5 Millarden Dollar. David Filo und Jerry Yang forderten hingegen 37 Dollar pro Aktie.

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Sowohl Microsoft als auch Yahoo stehen nun unter Druck, schnell neue Investments, beziehungsweise Investoren zu präsentieren. US-Analysten gehen davon aus, dass Yahoo seine Such-Sparte an Google verkaufen wird, sobald das Kartellamt dem zustimmt. Das Unternehmen bekäme so die nötige Luft, sich auf profitablere Geschäftsfelder zu konzentrieren. Google widerum ginge als lachender Dritter aus der ganzen Sache heraus; der eine Konkurrent wird übernommen, der andere kann sich erst gar nicht formieren.

Wie Microsoft die Niederlage als einen Sieg verkaufen will, ist ungewiss. Als gesichert gilt, dass der Konzern sich weiterhin von seinem alten Image als Software-Dinosaurier verabschieden wird. Stattdessen möchte Ballmer Microsoft ins „Web 3.0“-Zeitalter führen: Weg von der Software hin zu Browser-basierten Computeranwendungen. Hier soll Microsoft Vorreiter werden. Die eingesparten Milliarden könnte Steve Ballmer also gut in Dutzende innovative Start-ups und den Ausbau des eigenen Live Mesh-Dienstes stecken. Der Anspruch, ein ernsthafter Google-Konkurrent zu werden, ist jedoch fürs Erste gescheitert.

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