Glam soll Milliarden-Deal abgelehnt haben

Die goldene Regel für Investoren lautet: Stecke nur Geld in ein Unternehmen mit dem Potential, den Einsatz zu verzehnfachen. Bei Glam-Media wurde heute Nacht dieser Punkt erreicht. Laut dem amerikanischen Blog "VentureBeat" bietet für das mit 115 Millionen Dollar finanzierte Frauen-Werbenetzwerk ein bislang Unbekannter 1,3 Milliarden Dollar. Aber der Glam-Günder Samir Arora und seine Geldgeber sagen noch „Nein“. Zu den Investoren gehört auch der deutsche Verleger Hubert Burda.

Anzeige

Ende Februar erst ließ sich Burda die Beteiligung an der New Yorker Firma einen „zweistelligen Millionenbetrag“ kosten. Dafür erhielten die Münchner, laut Unternehmensangaben, einen Anteil „im mittleren einstelligen Prozentbereich“. Alle Glam-Aktivitäten fallen in den Vorstandsbereich „Cross Media“ von Christiane zu Salm.
Nach eigenen Angaben ist Glam die am schnellsten wachsende Online-Kette Amerikas. Das Start-up bündelt und vermarktet mehr als 450 kleine und mittlere Webangebote für Frauen. So erreicht das Netzwerk nach Aussage seines Gründers Samir Arora eine Reichweite von rund 64 Millionen Nutzerinnen.
Einer der großen Konkurrenten des Frauennetzwerkes sind die Gossip-Blogs von Gawker Media. Deren Business-Sprachrohr „Valleywag“ berichtet wiederum, dass die Verkaufsgerüchte einzig vom rührigen Arora selbst in die Welt gesetzt wurden, um PR für das neugestartete Glam-TV zu machen. Dazu braucht der CEO wohl positive Meldungen, weil einige der angeschlossenen Blogs und Webseiten – laut Valleyweg – am liebsten aus dem Glam-Netzwerk ausscheiden würden.

Der in Neu Delhi geborene Gründer hat den Spitznamen „smiling web guru“ und gilt als einer der schillernsten Figuren der New Yorker Internet-Szene. Seite 1983 arbeitet Arora bereits im Technologie-Sektor und hat mehrere seiner Gründungen (z.B. „Tickle“) gewinnbringend verkauft.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige