Die Silver-Surfer entdecken das Web

ARD und ZDF haben die ersten Ergebnisse ihrer jährlichen Onlinestudie veröffentlicht. Die Zahl der Erwachsenen, die in Deutschland das Internet nutzen, ist demnach auf 42,7 Millionen angestiegen - 65,8 Prozent der Bevölkerung. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Netzbürger damit um weitere 1,9 Mio. an. Die höchsten Zuwachsraten wurden dabei bei den 60- bis 79-Jährigen beobachtet. Laut der Studie sind inzwischen 29,2 Prozent der 60- bis 79-Jährigen im Internet unterwegs.

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Bestätigt wird auch die vermehrte Nutzung von Video-Inhalten im Netz. Laut ARD-ZDF-Onlinestudie schauen sich 55% Bewegtbild-Content an, im Vorjahr waren es noch 45%. Die Lust auf Audio-Dateien wie Musik, Podcasts oder Radiosendungen sank bei den Befragten hingegen von 37% auf 35%. Die kompletten Ergebnisse der Repräsentativstudie, für die im März und April 1.802 Erwachsene befragt wurden, erscheinen im August in der ARD-Fachzeitschrift „Media Perspektiven“ und auf der Website zur Studie.
Der Intendant des Hessischen Rundfunks, Helmut Reitze, nutzte die Untersuchungs-Ergebnisse gleich noch für einen Appell. Er deutet die Studie als Beleg, dass den öffentlich rechtlichen Anstalten bei ihren Internet-Aktivitäten möglichst wenige Einschränkungen auferlegt werden sollten: „Die Abrufstatistiken belegen, dass die meisten Nutzer noch viele Wochen oder Monate nach der Ausstrahlung in Hörfunk oder Fernsehen Sendungen abrufen“, sagt Reitze. Der geplante neue Rundfunkstaatsvertrag sieht jedoch vor, dass ARD und ZDF ihre Angebote nur eine Woche lang kostenlos online zeigen dürfen.

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