Mitarbeiter wollen Frank weg haben – definitiv

Die Mitarbeiter des "Spiegel" haben auf einer Vollversammlung am Dienstag nachmittag das Schicksal ihres ungeliebten Geschäftsführers Mario Frank besiegelt. Mit nur drei Gegenstimmen wurde die Geschäftsführung der Mitarbeiter KG um ihren Vorsitzenden Armin Mahler entlastet. Das bedeutet: Die "Spiegel"-Mitarbeiter wollen Frank, dem die KG-Geschäftsführung das Misstrauen ausgesprochen hat, definitiv loswerden. Bisher weigert sich Mit-Gesellschafter Gruner + Jahr, Frank abzulösen.

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Mahler kündigte an, in „ruhigen Gesprächen“ mit G+J-Chef Bernd Kundrun an einer Lösung zu arbeiten.Mit dem Votum der Belegschaft im Rücken kann die KG-Geschäftsführung nun gestärkt in die Verhandlungen mit Gruner + Jahr gehen. Es besteht nach der Vollversammlung am Dienstag kein Zweifel mehr, dass die Mitarbeiter des „Spiegel“ Mario Frank loswerden wollen. Die einzige, die sich während der Versammlung für Frank ausgesprochen hat, ist Cordelia Freiwald, Mitglied des Führungs-Gremiums der Mitarbeiter KG. Sie fand aber keine weiteren Unterstützer. Nun sei auch ihr klar, dass Frank abgelöst werden müsse, sagte sie Teilnehmern der Sitzung zufolge, nachem ihr Plädoyer, Frank noch eine Chance zu geben kein Gehör fand.
Bei aller Härte in der Sache, waren Mahler und die übrigen KG-Vertreter bemüht, den Ton zu entschärfen. Mahler betonte, dass das Misstrauensvotum gegen Frank nicht von der KG an die Öffentlichkeit getragen wurde. Einige der „Spiegel“-Mitarbeiter sehen den Schwarzen Peter bei G+J. Hinter vorgehaltener Hand heißt es, der Großverlag habe das Misstrauensvotum selbst gestreut, um die KG in der Öffentlichkeit zu diskreditieren. Wer in der Causa „Spiegel“ welche Ränke schmiedet, ist nur noch schwer auseinanderzuhalten.
Fakt ist: Der mit 50,5 Prozent größte Gesellschafter, die Mitarbeiter KG, will  Geschäftsführer Mario Frank ablösen. Diesem Wunsch wird sich der kleinere Gesellschafter Gruner + Jahr (25,5 Prozent) auf Dauer nicht verschließen können.  Das Gejammer, dass es unsinnig sei, dass die „Spiegel“-Mitarbeiter gleichzeitig Angestellte und  Besitzer ihres Unternehmens sind, hilft nichts. Es ist nun einmal so.  Nach der Versammlung am Dienstag hat die Nachfolger-Suche für Mario Frank begonnen.

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