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Augstein-Pressemeldung war gefälscht

Die Pressemitteilung, in der stand, dass Verleger Sohn Jakob Augstein die finanziell angeschlagene Wochenzeitung „Freitag“ kaufen will, war tatsächlich gefälscht. Die Firma Release-Net, über die die Mitteilung versendet wurde, hat mittlerweile zugegeben, dass eine unbekannte Person ihren Dienst genutzt hat, um die Pressemitteilung zu verschicken.

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Unter der Überschrift „Augstein junior versucht sich als Herausgeber“ hat der Unbekannte geschrieben, dass Jakob Augstein die links-intellektuelle Wochenzeitung „Freitag“ für 650.000 Euro kaufen möchte. Ein, zwei Körnchen Wahrheit stecken freilich in dem üblen Scherz. Der Verlag von „Freitag“ hat erklärt, tatsächlich seit einem halben Jahr auf der Suche nach Investoren zu sein. Ob auch mit Augstein verhandelt wird, will beim Verlag niemand bestätigen. Und: Jakob Augstein plant tatsächlich eine neue Wochenzeitung mit dem von ihm gegründeten 50 Kanonen Verlag. Für das Projekt hat er schon mehrere Journalisten angesprochen.

„Freitag“ war aus der DDR-Kulturzeitung „Sonntag“ hervorgegangen und wird im Berliner Verlag Elefanten Press publiziert. Journalistisch geprägt wurde der Titel von Günter Gaus, der bis zu seinem Tod auch als Herausgeber fungierte. „Freitag“ verkauft derzeit pro Woche rund 12.000 Exemplare.

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