Gezerre um das Sommermärchen 2.0

In neun Tagen kämpfen in Österreich und in der Schweiz die besten Fußballer des Kontinents um den EM-Titel. In Hamburg liefern sich schon jetzt Google und die „Bild am Sonntag“ ein Duell: Wer hat den besseren Film zum Event? Beide planen jeweils ein aus Fanschnipseln montiertes Werk. Google-Regisseur ist Detlev Buck. Der Berliner ist aber nur zweite Wahl. Eigentlich war der Sommermärchen-Macher Sönke Wortmann verpflichtet, doch den warb – kurz vor Anpfiff der Aktion – die BamS ab.

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Die Gründe für Wortmanns Absage sollen — laut „Spiegel Online“ — ein zu kleiner Etat und die zu ehrgeizigen Pläne der Suchmaschine gewesen sein. Google plant in Kooperation mit der Werbeagentur KolleRebbe die Produktion eines 90 Minuten langen Spielfilms. Das fertige Werk wird dann sogar – zumindest einmal – in einem Kino gezeigt. Name des Projektes: „23 Tage“. Das gesamte Filmmaterial besteht dabei aus Videoschnipseln, die die Fans während der 23 Turniertage in den Stadien, Kneipen oder beim Public Viewing drehen und bei YouTube hochladen.

Schon heute ist abzusehen, dass die Kino-Zuschauer bei der Bild- und Ton-Qualität starke Abstriche machen müssen. Wortmann glaubt, dass sich aus solch einem Material kein abendfüllender Film montieren lässt. Also sagte er Google ab und der „Bild am Sonntag“ zu. Zwar soll auch der Streifen der Springer-Zeitung aus „Leserreporter“-Clips bestehen, aber nur 15 Minuten lang sein und lediglich nur im Web gezeigt werden.

Wortmann und Buck sei Dank. Neben dem Wettkampf der besten Fußballer Europas beschäftigt die Medienwelt jetzt noch ein weiteres Duell im Sommer 2008: das Film-Match „BamS“ gegen Google.

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