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Der traurige „Bulle von Tölz“

Am Mittwoch haben 2,71 Mio. Menschen „Der Bulle von Tölz“ bei Sat.1 eingeschaltet, darunter 1,00 Mio. 14- bis 49-Jährige. Diese Zahlen sind ein neuer Tiefpunkt in der über 12 Jahre langen Geschichte der Krimireihe. Als Ottfried Fischers urbayerische Antwort auf „Columbo“ im Januar 1996 an den Start ging, kam sie sofort gut an. 5,38 Mio. […]

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Am Mittwoch haben 2,71 Mio. Menschen „Der Bulle von Tölz“ bei Sat.1 eingeschaltet, darunter 1,00 Mio. 14- bis 49-Jährige. Diese Zahlen sind ein neuer Tiefpunkt in der über 12 Jahre langen Geschichte der Krimireihe.
Als Ottfried Fischers urbayerische Antwort auf „Columbo“ im Januar 1996 an den Start ging, kam sie sofort gut an. 5,38 Mio. sahen die Auftaktepisode „Das Amigokomplott“, drei Wochen später waren es sogar 6,96 Mio. Mit leichten Schwankungen blieb der „Bulle“ in seinen ersten zwei Jahren meist über der 5-Mio.-Marke, in der werberelevanten Zielgruppe über der 2-Mio.-Marke. Von einem kleinen Tief 1998 erholte die Reihe sich schnell, fiel lediglich dann mal ab, wenn im Konkurrenzprogramm ein Fußballspiel oder ein anderes großes TV-Highlight lief.
Sein erfolgreichstes Jahr erlebte „Der Bulle von Tölz“ sogar erst 2003. Die sechs ausgestrahlten Folgen blieben allesamt über der 6-Mio.-Hürde, erreichten einen Durchschnitt von 6,30 Mio. Sehern insgesamt und 2,48 Mio. 14- bis 49-Jährigen. Bis 2006 blieben die Quoten weitgehend konstant – bei einer 5 vor dem Komma, manchmal auch bei einer 6.
Als im Februar 2007 die neuen Folgen der Reihe an den Start gehen – mit vielen Änderungen im Cast, so hatte Katharina Abt Fischers langjährige Kollegin Katherina Jacob abgelöst, begann der schnelle Niedergang. Die erste der neuen Episoden schalteten noch 6,33 Mio. ein, die vier darauffolgenden nur noch zwischen 4,40 Mio. und 4,78 Mio. und die drei Filme, die 2008 ausgestrahlt wurden, kamen nur noch auf Zuschauerzahlen von 3,10 Mio., 3,27 Mio. und 2,71 Mio. Von den ehemals bis zu 3,29 Mio. Werberelevanten blieben am Mittwoch nur noch 1,00 Mio. übrig. Der Marktanteil in dieser wichtigen Zielgruppe, der ehemals bei 20% und mehr lag, ist mit 10,0% sogar unter dem Sat.1-Senderdurchschnitt angekommen. Es scheint, als ginge die Ära des „Bullen von Tölz“ zu Ende.
 

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