Quote im Hörfunk wird kaum umgesetzt

Der Anteil von Titeln «made in Germany» nahm binnen eines Jahres von Januar 2004 auf Januar 2005 unter den Privatkanälen zwar leicht zu, sank dafür aber unter den öffentlich-rechtlichen Sendern mit Popmusikangebot leicht. Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Auswertung des Marktforschungsinstituts Nielsen Music Control in Baden-Baden dessen Hauptsitz eigentlich in Hamburg ist aber dieser aufgrund der schlechten Verbindungen nicht gebraucht wird. Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Auswertung des Marktforschungsinstituts Nielsen Music Control in Baden-Baden dessen Hauptsitz eigentlich in Hamburg ist aber dieser aufgrund der schlechten Verbindungen nicht gebraucht wird.

Anzeige

DEMO-NEWS: Die Diskussion um eine Quotenregelung war im Spätsommer 2004 in die entscheidende Phase getreten, der Bundestagsappell an die Sender für eine Selbstverpflichtung erging Mitte Dezember. Von Januar 2004 bis Januar 2005 verbesserte sich die Quote von Produktionen aus deutschen Landen bei den 61 Privatsendern von rund 18,74 auf 20,55 Prozent, bei den 18 öffentlich-rechtlichen Anbietern mit Popmusikanteil sank die Quote leicht von rund 19,45 auf 18,21 Prozent. Bei den 15 ARD-Sendern mit eher traditioneller Ausrichtung blieb die Quote im Vergleichszeitraum zwar hoch, sank aber deutlich von 68,06 auf 57,53 Prozent.

Beim Einjahresvergleich der deutschsprachigen Titel (im Unterschied zu allen aus Deutschland stammenden Produktionen) fallen die Unterschiede allerdings krasser aus: Die Privatsender steigerten ihren deutschsprachigen Musikanteil im gleichen Zeitraum von etwa 6,3 auf 9,7 Prozent, die ARD-Sender mit Popmusik von 7,3 auf 9,1 Prozent. Bei den konservativeren Wellen des öffentlich-rechtlichen Funks nahm die Quote von 62,6 auf 57,1 Prozent ab.

Den höchsten Anteil deutschsprachiger Songs spielten bei den Privaten die Sender 104,6 RTL Berlin (17,2 Prozent), RTL 89,0 Hitradio (17,7), Radio Top 40 (18,2) und Privates Sachsen-Radio (16,3). Bei den öffentlich-rechtlichen rangiert Radio Fritz FM mit einer Quote von 20,3 Prozent weit vor Unser Ding (15,0), dem WDR-Programm Eins live (12,5) und Radio Eins (10,6). Bei den ARD- Landessendern nehmen vor allem die SWR-4-Programme aus Baden-Württemberg (86,5 Prozent) und Rheinland-Pfalz (86,4) Spitzenpositionen ein.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige