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Externes Gedächtnis statt Zettelchaos

Post-its, überquellende Kladden oder täglich Dutzende neuer Bookmarks: Der moderne Mensch versinkt in analogen und digitalen Notizen. In diesem Chaos gehen unzählige Informationen verloren. Den Kampf wider das Vergessen nimmt jetzt Evernote auf. Das Start-up will zum externen Gedächtnis seiner Nutzer werden und alle verfügbaren persönlichen Info-Happen speichern und ordnen. Entwickelt wurde Evernote von Stepan Pachikov, der die Schrifterkennung für Apples Tablet-PC Newton programmierte.

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Sein Service sammelt und verwaltet alles: Bookmarks und Screenshots, Textdokumente und Fotos. Das Interessante daran ist, dass auch jeder Papierzettel mit Evernote „abgespeichert“ werden kann. Der User macht einfach ein Foto des Zettels, sendet oder mailt dieses an Evernote und schon kann der Dienst die schriftlichen Inhalte des Zettels, egal ob handgeschrieben oder nicht, durchsuchen.

Die Idee ist genial: Flyer, Visitenkarten oder Zettel vom Schwarzen Brett müssen so nicht mehr gesammelt werden; ein einfaches Handyfoto reicht aus, um die darauf festgehaltenen Informationen zu speichern und durchsuchbar zu machen. Evernote versieht die gespeicherten Daten mit Informationen wie Datum, Ort oder Tags, die man selber anlegen kann.

Bisher gab es Evernote nur als Client für PCs und Macs, jetzt sind eine Web- und eine mobile Version in die Beta-Phase gegangen. In den ersten Wochen des Beta-Testings gingen schon über eine Million Memos bei der webbasierten Version ein. Ein enormer Erfolg für das Unternehmen.

Evernote hat in den vergangenen Jahren Investments in Höhe von 9 Millionen US-Dollar erhalten. CEO Phil Libin, der Evernote als „externes Gehirn“ bezeichnet, hat mit der Site eine Menge vor: Der Dienst soll in naher Zukunft für externe Entwickler geöffnet werden und seinen Usern auch die Möglichkeit geben, ihre Memos öffentlich zugänglich zu machen oder etwa in ihre Social-Network-Profile einzubauen. Geld soll über Premium-Dienstleistungen, wie erweiterte Speicherkapazitäten, eingenommen werden.

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