Techniktitel stürzen ab – Yellows legen zu

Die Quartalszahlen der IVW sind draußen – doch freuen können sich nur wenige. Vor allem Technik- und Computermagazine verlieren heftig an Auflage, etwa „Gamestar“, „PC Games“ und „PC Action“. Die Technik-affinen Leser scheinen sich hier mehr und mehr im Internet zu informieren. Ein weiterer Beleg dafür ist der Abwärtstrend bei den Audio- und Videozeitschriften. „Audio Video Foto Bild“ verliert 22,9 Prozent zum Vorjahr, ein Minus von fast 70.000 verkauften Exemplaren.

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Eine unangenehme Überraschung gibt es auch für Gruner und Jahr: Der „Stern“, ehemaliger Aufreger der Nation, rutscht erstmals unter die 1-Million-Grenze. Ein Debakel, vor dem sich der „Spiegel“ mit seinen neuen Chefredakteuren gefeit sieht: Das Wochenmagazin konnte seine Auflage bei 1.050.296 verkauften Exemplaren stabilisieren.

Die überregionalen Tageszeitungen behaupten sich in den Auflagenturbulenzen; sie gewinnen zumeist leicht. So etwa „Süddeutsche Zeitung“, „FAZ“ und „Welt“ mit ihrem Schwesterblatt „Welt Kompakt“. Deutschlands größte Tageszeitung, die „Bild“, verliert dagegen weiterhin Leser. 118.000 weniger verkaufte Exemplare im Vergleich zum Vorjahresquartal – ein Abwärtstrend der bei einer Auflage von über 3.300.000 verkauften Exemplaren jedoch noch nicht weiter ins Gewicht fällt.

Gewinner des Quartals sind überraschenderweise die Yellows, zumindest in Teilen. Neben dem Abwärtstrend, der sich auch dort breit gemacht hat, liefern einige Magazine erstaunlich positive Zahlen. Darunter „Schöne Woche“, „Freizeit Revue“ und „Neue Post“ mit einem Auflagenzuwachs von 10.000 bis 21.000 verkauften Exemplaren. Den Bauer Verlag wird es freuen, die „Neue Post“ galt bislang als großes Sorgenkind des Verlages.

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