Konzern-Vize Patel will Suchmaschine öffnen

Bei Yahoo spitzt sich die Lage zu: In einem Interview mit dem Guardian meldet sich Yahoo-Executive Vice-President Ash Patel zu Wort. Sein Job ist es, Yahoos Infrastruktur umzukrempeln und das Unternehmen wieder auf die Beine zu stellen. „Zunächst wollen wir uns erst einmal generell öffnen. Yahoo hat 10 Milliarden Kontakte – da schlummert unser Potential. Wir wollen diese Kontakte neu beleben“, meint Ash zuversichtlich. Im ersten Schritt will er Yahoo für externe Entwickler öffnen.

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Mit der API „Search Monkey“ soll die Suchmaschine externen Web-Entwicklern zugängig gemacht werden. Damit wird unabhängigen Gruppen ein direkter Zugang zu einem der begehrtesten Yahoo-Produkte ermöglicht. Dies sei aber nur ein erster Schritt. „Search Monkey“ soll Vorreiter für ein firmenweites System werden, das alle Yahoo-Dienste für externe Entwickler öffnet. Populäre Angebote wie „Yahoo Mail“ würden profitieren: „Nehmen sie ihre unterschiedlichen Online-Adressbücher – wäre es nicht großartig, wenn sie die alle zusammenführen könnten?“ Darauf hat es Ash abgesehen: eine seriöse API mit einem vertrauenswürdigen Sicherheitsmodell.

Während Patel über seine ehrgeizigen Pläne spricht, Yahoo wieder fit für den Wettbewerb zu machen, wird weiter über das Engagement von Carl Icahn spekuliert. Der US-Milliardär und Spielcasino-Betreiber hat 50 Millionen Yahoo-Aktien gekauft und hält nun 3,5 Prozent an dem Unternehmen. Icahn will sich mit anderen Großaktionären verbünden und hat offenbar bereits 10 Nominierungen für den Verwaltungsrat bekanntgegeben. Die Luft für den Yahoo-Vorstand wird jetzt recht dünn.

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